Kanada – wir kommen…

… aber erst wieder 2021. Nun steht es fest, dieses Jahr müssen wir auf unseren Wohnmobil- Trip durch den Westen Kanadas verzichten.

14-tägige Zwangs-Quarantäne, Flugverschiebungen und internationale Reisewarnungen machen es uns als Privatpersonen unmöglich zu verreisen, auch wenn es langsam Lockerungen in Deutschland gibt.

Was uns etwas freuen lässt: seit gestern gibt es nun wieder eine neue Buchung für das nächste Jahr im Mai/Juni 2021. Außer dem Flug sind Hotels und Wohnmobil festgezurrt und es kann losgehen 😉

Jetzt müssen wir hoffen, dass das Reiseunternehmen bis dahin auch durchhalten kann und es heißt erneut 381 Tage lang zu warten, bis es dann los geht. Der Reise-Countdown wurde nun zurückgesetzt. Kanada, wir kommen.

Andere für 2021 geplante Touren nach Island bzw. eine Tour zum Indian Summer in des Osten Kanadas müssen nun auch verschoben werden.

Schade, dieses Jahr geht’s nicht auf große Reise

Ich habe grundsätzlich viel Optimismus, dass sich das Blatt auch immer wieder wenden kann. Dieses Mal sieht es wohl nicht so aus. Die erste Wohnmobil-Tour durch Kanada fällt, der aktuellen Situation geschuldet, wohl komplett in diesem Jahr aus. Richtig ist, Gesundheit geht erst einmal vor.

Jedenfalls wird die Reise im Mai 2020 nicht stattfinden können – Kanadas Grenzen sind grundsätzlich noch für ausländische Reisende geschlossen, Flüge wurden umgebucht bzw. Flugziele gestrichen, Deutschland verlängert die internationale Reisewarnung. Und dann gibt es da noch die 14-tägige Quarantäne-Pflicht nach der Einreise in Kanada. Zwar hat Kanada eine bereits gesetzte Dauer der Maßnahmen bis zum 30.06. wieder zurückgezogen, jedoch keine neue Frist gesetzt. Alles keine guten Voraussetzungen um Urlaub zu machen.

Und der 23.5. ist ja nun bald. Nun ist ja die Reise schon komplett bezahlt und wir müssen uns überlegen, wie es weitergeht. Naja somit wollten wir nun auf August umbuchen (Optimismus). Anfragen im Reisebüro, Abstimmung mit den Team-Kollegen – alles wurde schon in die Wege geleitet. Die Vorfreude stieg wieder stark an und dann kam der nächste Schreck, oder Dämpfer – zu einem gefühlt, fast doppelten Preis, zu dem, was wir jetzt schon gezahlt haben, gäbe es neue Angebote. Da ist uns zwar die Reiselust nicht vergangen – aber wen man weiß, was man für den kleineren Geldbetrag bekommen würde, ist man nicht bereit dann viel, viel mehr zu zahlen oder weniger Leistung zu akzeptieren und beißt in den sauren Apfel… Verflogen die aufgeflammte Vorfreude, willkommen in der Realität.

Jetzt läuft die Anfrage für das nächste Jahr – ich weiß gar nicht, ob an dafür jetzt schon buchen kann? Und ob wir jemals die guten Konditionen, wie dieses Jahr, wieder erhalten werden, ist die nächste Frage.

Eins noch zum Schluss: wir wollen gern verreisen. Wir wollen auch nicht Stornieren und das Geld zurück, so dass es eventuell dann noch das Reisebüro trifft – denen, so mein Eindruck, nicht sonderlich viel geholfen wird. Auf jeden Fall muss eine Entscheidung in den nächsten 14 Tagen her – da es ja dann losgehen sollte. Noch läuft der Countdown…

Erinnerungen – 10.02.2010: einer meiner besten Tage / Momente ever

Manchmal braucht ein Beitrag etwas, naja viel, länger um diesen zu veröffentlichen. So geschehen im Folgenden – begonnen hatte ich diesen im Febraur 2019 zu schreiben – ich hoffe, ich kann Euch mit in die Vergangenheit und nach Kanada ins Jahr 2010 entführen. Nach mehr als einem Jahr ist die Story immer noch nicht wirklich fertig …  und die nächste Tour nach Genf startet bald wieder (so noch die Idee im Januar 2020) …

Und inzwischen ist soviel passiert: der Genfer AutoSalon 2020 wurde gecancelt, die Fahrt nach Frankreich ist damit ausgefallen, fast alle sportlichen Events, wie z. B. die Olympischen Spiele in Tokio 2020, werden ebenso nicht stattfinden. Corona macht wirklich die Welt verrückt. Da darf ich aktuell wirklich zufrieden sein, dass es mir bis hierher gut geht und ich gesund bin, den vielen engagierten Helferinnen und Helfern die an der „Front“ stehen, sei wirklich dafür gedankt.

Nun aber zur Story …

Ein Tag, wie alle anderen, wird es mal wieder, dachte ich noch so bei mir, als wir die Fereienwohnung in Annecy – am Mittwoch, 13.03.2019., verließen.

Der Weg führte mich an diesem Tag fast wieder bis Albertville, dem Austragungsort der Olympischen Spiele von 1992. Dies brachte mir wieder eines meiner „*****-Highlight-Ereignisse“ (ever) in den Kopf und am Abend, nach der Rückkehr in die Ferienwohnung, musste ich erst einmal mein übrig gebliebenes (dem Autoeinbruch in Montreal 2017 geschuldet), digitales Fotoarchiv zu Hause in Berlin auf der NAS durchsuchen – um Fotos zu den Bildern und Gedanken, die ich im Kopf hatte, zu finden. Tatsächlich bin ich dann auch, gefühlt nach mehreren Stunden, fündig geworden…. Inzwischen hat diese NAS nach 20 Jahren durch eine Stromunterbrechung den Geist aufgegeben.

Doch am Besten ich erzähle von Anfang an: Wir gehen in der Geschichte 10 Jahre zurück und schreiben Mittwoch, den 10. Februar 2010. Ein trüber Tag vom Wetter her, aber ein heller Stern am Firnament, wenn ich die Erlebnisse und Erinnerungen des damaligen Tages revue passieren lasse. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich, gemeinsam mit The Transporter (der damals noch nicht so hieß), im Urlaub in Vancouver (Ca). The Transporter wurde zu The Transporter 2016 als er meine Fahrrad-Tour von Berlin nach Stockholm supported hat. Klarnamen versuche ich in meinen Stories grundsätzlich nicht zu nennen.

The Transporter war erst 2 Tage zuvor nach Vancouver angereist. Ich war schon aufgrund eines Sprachkurses seit Anfang Januar in Kanada. Ja, oh Kanada – das ist schon komisch, obwohl ich zuvor noch nie dort war, war und bin ich fasziniert von diesem Riesenland voller Harmonie und doch auch starken Gegensätzen – so mein Gefühl von Außen. Die Faszination dieses Landes zieht mich irgendwie magisch an. Eine Reise nach Kanada war ein, oder sollte ich besser sagen, der eine Traum – sowie die noch bisher nicht vollendeten Reisen nach Island oder Spitzbergen – und dieser hatte sich damals nach nur 5 Jahren langen Wartens (von 2005 ) erfüllt…

Das war so ein Riesending, das man nur selten im Leben erlebt oder manchmal sich gar nur erhofft. Für mich war es wahr geworden; doch immer wieder musste ich prüfen, ob mich die Königin aus einem Märchen schon wach geküsst hat oder ich doch schlafe und nur träume. Seit der Bekanntgabe 2005, das Vancouver olympisch wird, war ich nur noch in Vorfreude auf diese eine Tour.

Um meine Reise nach Kanada zu verlängern und somit diesen Traum möglichst lang anhalten zu lassen, hatte ich eben nicht nur Urlaub gemacht, sondern noch einen 4-Wochen-Englisch Kurs vorangestellt. So konnte ich mit genehmigten Bildungsurlaub fast 10 Wochen in Kanada verbringen.

Und stell dir mal vor: längere Zeit in ein komplett fremdes Land zu reisen und du sprichst die Sprache nicht – und ich konnte wirklich nur ein paar Sätze und Worte Englisch – und diese fast nur alle auswendig gelernt. “…hoffentlich fragt mich niemand etwas…“, dachte ich die Anfangstage – nein, nein, English sprechen konnte ich wirklich nicht.

Aber so ist das halt, wenn man in der 7. Klasse lieber auf den Bauch und das Gefühl als auf den Kopf hört und lieber der Schönheit der Sprache folgt und Französisch statt Englisch lernen möchten. Ausserdem mit einer Klassenstärke von, wenn ich mich richtig erinnere, 7 Leuten, ist man dann auch etwas Besonders. Und einfach der Masse nachzulaufen ist sowieso nicht mein Ding. Und genutzt, genutzt hat es nicht viel. Französisch kann ich nun noch viel schlechter als Englisch. C’est merde ;-). Aber wie konnte ich 1987 auch ahnen, 2010 nach Kanada fahren zu können – meine prophetische Ader ist nicht gerade besonders stark ausgebildet. Aber weiter im eigentlichen Text…

Wie berichtet hatte ich keine Englisch-Kenntnisse, so dass aller Anfang trotz viel Spaß, Entdeckerlust und Aufgeregt sein, ziemlich schwer war.

1. nach fast 10 Jahren wieder den überwiegenden Teil des Tages die Schulbank zu drücken, fiel mir zunächst nicht so leicht. Das war ganz schön anstrengend und hat Kraft gekostet. Zum letzten Mal hatte ich während des Studiums 3 bis 4 Stunden am Stück in einer Vorlesung gesessen. Daran konnte ich mich dann doch recht schnell wieder gewöhnen. Und nach einer Woche war das auch fast Routine, aber auch nur fast.

2. Wenn man nach Kanada fährt, um einen richtigen, kalten Winter mit Schnee zu erleben und wenn man dann ständig bei +10° bis +12° Celsius und einem Sonnen-Wolken-Regenmix aufwacht, ist das frustrierend. Dennoch Sonnentage gab es auch und die waren ganz schön 🙂 Wirklich, könnt ihr mir glauben! Aber ist halt kein Winter. Aber jetzt bin ich auch schlauer – der Westen ist halt nicht unbedingt so kalt wieder der Osten (jedenfalls 2010)

3. Insbeondere wenn zu Hause, in Deutschland, der beste und längste Winter seit mehreren Jahren/Jahrzehnten stattfindet und ich nicht da bin, dann ist das schon fast tragisch. Was tut man nicht alles für seinen Traum. Jedenfalls blieben die Schnee/Ski-Klamotten in den ersten 4 Wochen im Koffer/Schrank.

ABER: ich glaube, ich wiederhole mich – und wenn ich so schreibe, fühle ich mich als wäre ich gerade erst dort gewesen – ich war auf meiner Traumreise, in meinem Traumland und ich hatte Eintrittskarten für meine Sportart No.1, Biathlon, ergattert – was wollte ich mehr? Und es wurde aber tatsächlich noch besser, viel besser, besser als ich es je erträumen hätte können.

Und was mir über die Anfangszeit auch geholfen hat, war die super nette Gastfamilie in Vancouver bei der ich während des Kurses untergekommen war. In Erinnerung geblieben sind vor Allem ihre zwei niedlichen und “zuckersüßen“ Mädchen – 2 und 4 Jahre alt. Das hat viel Spaß gemacht – sie waren auch dabei ihre Sprache(n) zu erlernen – Spanisch und ihre Muttersprache, Englisch, – viele lustige Sachen haben wir zusammen angestellt – vor Allem lustige Videos mit vielen Schneeflocken ❄. Den Eltern war das nicht immer so recht, da in Kanada eine Gast sehr respektiert wird und auch entsprechend zuvorkommend behandelt wird. Die Mädchen sollten den Gast, also mich, nicht ständig stören… ach das war uns manchmal ein wenig egal 🙂

Der Englisch-Kurs war dann jedenfalls am 4. Februar abgeschlossen und jetzt hatte ich endlich genügend Zeit die Gegend um Vancouver wirklich zu erkunden. Und nicht nur das, sondern ich war ja auch in Kanada, in dem am 12. Februar endlich die lang ersehnten Olympischen Winterspiele in Vancouver und Whistler begannen. Das war ja der zweite wesentliche Grund meiner Traumreise.

Ich weiß, viele Leute mögen oder unterstützen Olympische Spiele nicht oder nicht mehr, da diese sehr kommerziell geworden sind. Dies sehe ich auch kritisch, aber ich sehe auch das Besondere in einer 4-Jährigen Olympiade, die in den Olympischen Spielen endet. Und dann zählt doch nicht nur das Geld sondern auch der Mensch, das Zusammenkommen und die besondere Stimmung.

Jedenfalls seit der Verkündung im Jahr 2005 hatte ich daraufhin geplant, gezittert, das alles passt, und ganz schön gespart. Und fast Alles wurde wahr und einiges wurde noch viel, viel besser. So verging doch ganz schnell die Schul-Zeit und die ersten 4 Wochen waren im Handumdrehen vorbei…

Und am 8. Februar kam dann auch die Verstärkung, einer meiner wenigen sehr guten Freunde, auf den man sich immer verlassen kann, per Flugzeug aus Deutschland angereist. Und ich könnte mich heute noch selbst in den A… beißen, wie viel Respekt ich damals vor dem Fahren des Automatik-Leihwagens hatte – zu meiner Verteidigung – ich war vorher noch nie Automatik gefahren. Da musste der arme The Transporter, der gerade über 10 h aus Deutschland angereist war, den Leihwagen, den wir uns am Flughafen Vancouver reserviert hatten, wahrscheinlich total (über)müde(t), selbst zu unserem Hotel, Sheraton Vancouver Guildford, fahren. Nur weil ich an diesem Tag zu feige war – dabei ist das gar kein Ding – Tage später ging es ja dann auch mit dem Fahren. Heute schmunzele ich darüber, wie blöde ich doch war. Aber das gehört auch zu dieser Geschichte dazu…

Und heute bin ich Routinier im Fahren von Automatik-Wagen, wobei ich dennoch Schaltwagen bevorzuge, außer bei Computerspielen :-). Man darf halt nur einen Fuß benutzen und nicht beide :-)!.

Apropos 5 Jahr später war ich alleine in Toronto und habe dort auch einen Leihwagen für eine Rundtour in Ontario benutzt und die ersten paar Meter wollte ich tatsächlich mit 2 Füßen den Automatikwagen steuern – das geht nicht – glaubt mir. Das ist aber noch eine andere Geschichte…

Der Tag, über den ich eigentlich berichten möchte, kam dann auch näher… Mittwoch, der 10. Februar 2010, war ein trüber Tag und Regen kündigte sich bereits beim Aufstehen, beim Hinaussehen aus den Hotel-Fenster, an. Ich hatte mir an diesem Tag eigentlich gewünscht für meine “freiwillige Höhenangst-Therapie“ die Capilano Suspension Bridge (Wiki) zu besichtigen bzw. auch zu überqueren. Dies ist eine in North Vancouver befindliche frei schwingende Seil-Brücke, die über den Capilano River führt (Höhe: ca. 70m). Doch The Transporter hatte schon aufgrund des immer stärker werdenden Regens angezweifelt, ob dies die richtige Entscheidung ist – und wenn ich mich so erinnere, es war auch eigentlich von ihm nicht die erste Wahl für einen Ausflug an diesem Tag. Ich glaube, ich musste ihn etwas länger dazu überreden. Jedensfalls haben wir uns gegen 10:00 Uhr mit unserem DMC von unserem Hotel nach North Vancouver aufgemacht.

Da wir den Weg zur Brücke nicht gleich gefunden hatten und es immer mehr regnete, gab ich letzten Endes The Transporter recht und wir brachen doch noch unseren Ausflug zur Brücke ab. Aber irgendwie – das weiß man nicht – hatte ich Lust trotz des Regens nicht im Hotel zu verbringen und manchmal sind es dann nur “blöde“ Zufälle, die einen x-beliebigen zu einem der einzigartigen Tage macht. Als wir doch gerade wieder in Richtung Hotel umkehren wollten, und wie es manchmal so ist, man fährt noch ein Stückchen weiter, um zu sehen, was “um die Ecke“ so kommt, sah ich die Gondel-Bahn zum Grousse Mountain. Was wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wussten, wohnin diese fuhren.

Nach kurzem Check, Hin- und Her, ob es sich lohnt und was es kostet, und es regnet ja – da aber zufällig auch eine von den Gondeln zur Abfahrt bereitstand, war doch die Entscheidung schnell getroffen, bezahlt und los gings, hinein ins Ungewisse – in meinen Gedanken hörte ich Transporter sagen “tsja ist wieder ein Stein (Berg)“. Keine Ahnung, was uns erwarten könnte. Spontan erst einmal losgehen… Dann war diese Aktion halt an diesem Tag meine Therapie – das damit eine Reihe von tollen und unvergesslichen Ereignissen angestoßen wurde, war noch nicht vorauszuahnen.

Fahrschein zum Grouse Mountain

Die Fahrt mit der Gondel dauerte nicht allzulange, aber was mit Regen in der Talstation begonnen hatte, wandelt es sich nach der Hälfte der Strecke in Graupel und dann in Schneegewusel. Der erste wirkiche Neu-Schnee auf der Kanada-Tour bekam ich nun zu Gesicht und oben auf der Bergstation angekommen, lag schon eine Meterhohe Schneedecke – endlich Wintergefühle, endlich Schnee, endlich kälter, endlich Winter.

Wie immer, wenn ich Schnee sehe, wurde ich zum kleinen Kind – ich muss den Schnee anfassen, spüren, meine Fußspuren hinterlassen und da es der erste Schnee in Kanada war – ging auch gleich ein Bild in die Heimat – es gibt doch Schnee in Kananda. Im Tal, so war zu sehen, regnete es unermütlich weiter, wie Bindfäden , der Blick auf Vancouver war grau und wolkenverhangen.

In Deutschland “lachte“ man nur müde über das Schnee-Bild mit dem Fußabdruck, da das ganz Land selbst unter einer dicken Schnee- und Eisdecke lag. Davon bekam ich aber im weit entfernten Kanada leider nichts mit.

Vom Regen in den Schnee – dies hatte ich mir an diesem Tag so nicht erträumen können und so war dies für mich das erste Hightlight an diesem Tage. Und ich konnte nicht genug vom Schnee bekommen…

Jedenfalls als wir oben auf dem Gipfel ankamen, ich kann es nicht wirklich beschreiben, irgendetwas lag in der Luft – meine Stimmung war irgendwie euphorisch, aber was noch kommen sollte, konnte ich noch nicht wirklich erahnen.

Auf dem Gipfel gab es eine Baude mit einem Restaurant, Räume zum Preparieren und Aufwärmen für die Ski-Fahrer, ein kleines Museum und auch eine Shop für so allerhand touristischen Schnickschnack. Nachdem wir uns draußen genug umgeschaut, viele Bilder geknipst und uns genügend den Schnee und Wind um die Nase wehen lassen haben, sind wir mit dem Ziel in die Baude gegangen, eine Kleinigkeit zu Essen und im Shop noch ein paar Souveniers zu suchen. Doch irgendwas war komisch, überall waren Kameras aufgestellt und viele Leute wusselten hektisch herum. Aber so richtig war nicht zu sehen, was für ein Ereignis noch stattfinden sollte oder stattgefunden hatte.

Jedoch konnte man bemerken, dass langsam immer mehr und mehr Leute auf dem Gipfel ankamen und sich der Gipfel langsam füllte. Naja nun gut, wahrscheinlich nicht ungewöhnlich für eine Ski-Abfahrtspiste, aber viele hatten auch gar keine Skier dabei… Wir guckten uns um und erkundeten die Lokalität. Nachdem wir im Restaurant gegessen hatten – ich erinnere mich an einen Käsekuchen zum Nachtisch, der eigentlich ein Tiramisu sein sollte – wollten wir eigentlich wieder bergab ins Tal fahren, aber die Bahnstation war inzwischen so gefüllt, dass ein Abfahrt unmöglich war. Und die Leute wollten nicht wirklich herunterfahren, sondern warteten regelrecht irgendwie, das etwas passiert. Also blieben wir auch erst einmal stehen. Die Sapnnung stieg immer mehr, was nun hier passieren soll und wenig später war es dann klar und das war eine Überraschung und das nächste unerwartete Highlight an diesem Tag.

Mit einer der nächsten Gondeln konnten man es sehen – erst durch den Nebel verschommen und dann immer klarer werdend – auf der Gondel stand jemand – nicht in sondern auf der Gondel – und dann wurde es mir schlagartig bewußt – der Mensch auf der Gondel trug die Olympische Fackel mit dem Olympischen Feuer. Auf Grousse Mountain fand die nächste Fackelübergabe statt. Es waren ja nur noch zwei Tage bis zum Beginn der Olympischen Spiele in Vancouver und jetzt war das Feuer auf Gousse Mountain angekommen.

Der Fackelläufer wurde stürmisch von den Leuten empfangen. Er kletterte von der Gondel herunter und setze seinen Lauf bis zum Fahnenplatz, unweit der Baude, fort. Leider war hier kein Durchkommen aufgrund der Menschenmassen mehr möglich und somit konnten wir auch nicht Live die Fackelübergabe an die nächste Läuferin sehen. Wir blieben deshalb direkt an der Gondelstation stehen – konnten sogar noch etwas näher herantreten – und das war auch gut so, denn ca. 20 min später kam dann die neue Fackelträgerin zurück und fuhr wieder auf der Bahn stehend zurück ins Tal – with glowing hearts.

Nachdem dieses Spektakel vorbei war, dachte ich, was es für ein Zufall sein muss, dass wir gerade an diesem Tag und aufgrund des Regens im Tal, hierauf gefahren sind. Für mich als Fan des Olympischen Gedankens war dies schon ein riesiges Ereignis – so nah an der Fackel zu sein. Aber das war ja noch nicht alles an diesem Tag – es sollte noch besser kommen und auch wieder nur durch Zufall.

Wie es eben so ist, die vielen neugierigen Menschen, die auf den Berg gekommen waren, um die Fackelübergabe zu sehen, mussten auch wieder ins Tal kommen – so war die Schlange an der Gondelstation entsprechend lang. Ich glaube, ich überredete The Transporter, dass wir noch ein wenig warten, bis die meisten wieder nach unten gefahren sind um dann später ruhig auch ins Tal zu fahren, wenn die Gondel dann nicht mehr all zu voll sind.

In der Zwischenzeit nutzten wir die Gunst der Stunde, da das Restaurant gerade etwas leerer war, um noch etwas zu Trinken und oder zu Essen. Dies habe ich in der Aufregung inzwischen vergessen. Und auch dies war wieder ein Zufall oder Glücksgriff – und jetzt sollte es für mich zu einem der besten Tage/Momente werden, den ich bis dahin in meinem Leben hatte. So ein Highlight zu erleben, das war für mich pure Magie. Kaum saßen wir im Restaurant ging die Tür auf und eine Mann betrat den Gastraum. Soweit nichts ungewöhnliches. Beim zweiten Hinschauen erkannten wir aber, dass er das gleiche Dress trug, wie die Fackelläufer wenige Momente vorher. Und jetzt pochte mein Herz vor Aufregung doch noch etwas mehr: Er trug auch noch die originale Olympische Fackel, die gerade noch das Olympische Feuer transportiert hatte, mit sich. War das jetzt wirklich real?

Etwas perplex und auch schüchtern, dass das gerade uns jetzt hier passiert, trauten wir uns zu fragten, ob wir ein Foto mit ihm und der Fackel machen dürften. Was mit einem freundlichen und selbstverständichen „Ja, klar“ erwidert wurde.

Aber jetzt kommt es noch besser – er übergab mir die Olympische Fackel (torch) in meine Hand und ich konnte es nicht fassen. Wirklich erst im Nachhinein habe ich realisiert, was passiert war: In einem meiner Lieblingsländer, auf meiner ersten Traumreise nach Vancouver, zu den Olympischen Spielen 2010, habe ich die orginale Olympische Fackel selbst in den Händen gehalten und durfte einen kanandischen Fackelträger gegenüberstehen. Das war für mich ein großer, emotionaler und glücklicher Moment – an den ich mich immer wieder gerne zurück erinnere. Insbesonderem dann, wenn es mal nicht so spritzig und gut läuft, nehme ich diesen Moment, um mir zu zeigen, dass das Glück es auch zwischendurch mal gut mit mir meint. „Man weiß oft nicht, was Glück ist, aber man weiß, was Glück war“ (abgwandelt nach Francoise Sagan)

Glückstaummelt und irgendwie weit weg von dieser Welt fuhren wir dann wieder ins Tal herunter, wo uns dann auch wieder der Nieselregen einholte – aber das war an diesem Tag nur noch nebensächlich – ein toller Tag ging zu Ende und machte mich „heiß“, dass endlich die Olympischen Spiele beginnen sollen.

Wandern Sächsische Schweiz – Ankunft

Dieses Wochenende geht es mal wieder ein wenig Wandern. Dieses Mal hat es uns in die Sächsische Schweiz verschlagen. Bevor es gegen Mittag mit der Fahrt losging, wurde aber noch ein Mal Weissi auf poliert und gestriegelt.

Zunächst hieß es den Mitwanderer – einen Kollegen – aus Königs Wusterhausen abzuholen, um dann die gut 300 km lange Strecke in Angriff zu nehmen.

Nach etwas schleichender Fahrt – sehr viel Verkehr auf der Straße – sind die nach guten 3,5h am Hotel angekommen.

Übernachtungsort der nächsten 3 Nächte wird das Hotel und Restaurant “Brückenschänke“ am Rande von Sebnitz sein. Hier wurden wir sehr freundlich und aufmerksam begrüßt.

Ein Blick aus dem Fenster lockt mit tollen Laubfärbungen und lädt auf eine einen Bummel ein.

Ein kleiner Ausflug ins Stadtinnere von Sebnitz beendet den heutigen Tag dann auch. Ein leckeres Abendessen – Böhmischer Schweinsbraten – und ein regionales Bier verhalfen dann auch zur entsprechenden Bettschwere.

Ein schöner Wandertag mit Regen bis Sonnenschein (Teil 2)

Nachdem das Wetter doch gnädig war und der Tag gerade erst halb vorbei war, entschlossen wir uns nach Garmisch mit dem Auto zurück zu fahren und dort noch eine kleine Wanderung anzuschließen.

Es ist fast nicht zu glauben, aber nun sorgte die Sonne für einen wunderschönen Nachmittag – wir hätten uns die Sonne auch etwas früher verdient :-).

Garmisch: Wegweiser am Olympischen Haus
Garmisch: Wegweiser am Olympischen Haus

Die neue Tour wird direkt vom Olympischen Ski-Stadion in Garmisch an der Olympiaschanze von 1936 gestartet. Hier am Olympischen Haus haben wir das Auto für ein paar Euro stehen gelassen und haben uns wieder zu Fuß auf den Weg gemacht.

Aktuell wird aber noch das Ski-Stadion renoviert, so das noch viele Baumaschinen und Absperrungen vorhanden sind – aber es muss bis zum 31.12.2019 wieder in altem Glanz erstrahlen, da dann dann die
4-Schanzen-Tournee dort Halt macht.

Garmisch-Partenkirchen Olympiaschanze von 1936
Garmisch-Partenkirchen Olympiaschanze von 1936
Olympia-Ski-Stadion
Olympia-Ski-Stadion Garmisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbei am Ski-Stadion machen wir uns auf den Weg zur Partnach-Klamm. Klamm heißt übrigens ins Englische übersetzt „Gorge“  – dies lernt man so nebenbei, wenn mal etwas aufmerksamer die Beschilderung am Wegrand sich anschaut. Ein gut ausgebauter Asphaltweg weist uns den Weg zum Ziel, dass ungefähr 30-40 min vom Olympischen Haus entfernt liegt. Wer nicht laufen mag, der lässt sich mit einer Kutsche bis zur Klamm fahren. Aber wir wollten Wandern, aktiv sein und nicht gefahren werden. Deswegen kam für uns auch eine Kutsch-Fahrt nicht in Betracht.

Zum Einstieg in die zweite Tour des heutigen Tages stärkten wir uns erst einmal bei inzwischen herrlichsten Sonnenschein mit einem Espresso, Cappuccino oder Milchkaffee. und das hat richtig gut getan und lecker war dieser auch noch. Die Barista verstand aber auch ihr handwerk und den Umgang mit der Siebträger-Maschine. Das ist heute nicht immer der Fall.

Der Weg zur Klamm ist unspektakulär und bedarf keiner großen Erläuterung. Am Eingang der Klamm angekommen, heißt es erst einmal ein Ticket kaufen, um die Klamm besichtigen zu können. 6 € für Erwachsene bzw. als Kurgast mit Übernachtung direkt im Ort Garmisch-Partenkirchen zahlt nur 5€. Also hatte ich Glück und brauchte nur das geringere Entgelt zu zahlen.

Infotafel Partnach-Klamm
Infotafel Partnach-Klamm

Was ist nun eigentlich eine Klamm?: ein im Felsgestein eingeschnittenes, schmales Tal. Sie bezeichnet eine besonders enge Schlucht im Gebirge mit teilweise überhängenden Felswänden. Die Breite in der Höhe ist teilweise geringer als am Talgrund, der vom Fluss oder Bach ausgefüllt ist.

Für den Durchgang durch die Klamm sollte man eine Regen- oder wasserabweisende Jacke mit dabei haben – es sei den es ist so heiß, dass man sich erfrischen möchte – denn es wird rechts feucht und nass. Und wichtig man sollte keine Angst um seine Frisur haben, die könnte danach etwas gelitten haben :-). Es tröpfelt, spritzt und “regnet“ von überall – oben, seitlich und auch von unten. Die besten Ausgeh-Klamotten wären damit auch deplatziert – da es teilweise auch recht düster ist, ist dies sowieso zweitrangig.

Partnach-Klamm
Partnach-Klamm
Partnach-Klamm
Partnach-Klamm
Durch die Partnach-Klamm
Durch die Partnach-Klamm
Es regnet in der Partnach-Klamm
Es regnet in der Partnach-Klamm

Jedenfalls ist es schon faszinierend, wie sich der kleine Bach Partnach durch das Gestein “gefressen“ hat. Es ist ein wahres Naturschauspiel, welche Kraft und Energie das Wasser entwickelt. Ich kann mich an den Bildern gar nicht genug “satt sehen“. An diesem Tag war es das nächste Highlight, was sich in schönen Bildern in mein Gehirn einbrannte – Reizüberflutung mal anders und schön. Aber diese Klamm war nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Höllental-Klamm, die Teil meiner Tour am Sonntag war.

Nach der Klamm ging’s dann noch einmal bergaufwärts in Richtung der Kaiserschmarn Alm bzw. Das Graseck – nicht um dort einzukehren, sondern Zielpunkte zur Orientierung zu haben. Auch auf diesem Teilstück waren die Wege recht breit und trittsicher, ab und zu ging es ganz dann doch auch etwas steiler bergauf – mit und ohne Treppen. Aber das macht den Reiz gerade auch erst aus und Spaß machst obendrauf auch noch.

beginnende Laubfärbung
beginnende Laubfärbung
Auf der Alm
Auf der Alm
Wanderung um Garmisch
Wanderung um Garmisch
Es geht auch mal bergauf
Es geht auch mal bergauf
Blick von oben auf den Bach Partnach
Blick von oben auf den Bach Partnach
Wanderung um Garmisch
Wanderung um Garmisch
Wanderung um Garmisch
Wanderung um Garmisch

Nach gut zwei Stunden und einem sehr steilen Abstieg auf einer asphaltierten Bergstraße – vom Fahrradfahren wurde aufgrund des Gefälle explizit abgeraten – erreichten wir wieder den Parkplatz und das Ski-Stadion.

Da ich bisher noch kein wirkliches Souvenir aus Garmisch-Partenkirchen entdeckt hatte, habe ich mir an einem Prägeautomaten am Olympischen Haus eine goldfarbene Münze zur Olympiaschanze erstellt/erkauft. Die Qualität ist allerdings mangelhaft. Enttäuscht war ich auch, dass nur ein Seite ein wirkliches Motiv aufweist und die Rückseite Werbung enthält. Das kenne ich von anderen Automaten auch anders. Aber diese Münze gibt es wenigstens nur hier vor Ort und ist somit eine gute Erinnerung.

Inzwischen ganz schön hungrig von der vielen frischen Luft, von der Sonne und ein kleines Bisschen auch vom Wandern, fuhren wir mit dem Auto in die Innenstadt um einer Restaurant-Empfehlung eines anderen Kollegen zu folgen. Beim vorherigen Nachforschen über das empfohlene Lokal “Flösser Stuben“ sind wir auf unterschiedlichsten positiven als auch negativen Kritiken gestoßen – von 5 Sternebewertungen bis hin zu einem bzw. fast 0 Sternen war alles dabei. Und so recht wussten wir nicht, was uns nun erwartete. Aber wir wollten uns ein eigenes Bild machen und wurden nicht enttäuscht: Weder das Personal war unfreundlich – im Gegenteil freundlich, auf Zack und zuvorkommend, noch schmeckte das Essen fettig oder verbrannt (jedenfalls der bestellte Rostbraten schmeckte sehr gut) – alles war lecker. Das Einzige: die Portionen sind ziemlich groß. Insgesamt stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis und wir waren sehr zufrieden. Nur reservieren sollte man, denn nicht jeder hat so viel Glück, wie wir, und bekommt gleich einen Tisch. (also Wartezeit einplanen).

Nachdem Essen ging’s dann noch zu einem kleinen Bummel durch die Einkaufsstraße und Innenstadt von Garmisch. Hier habe ich mir dann auch meinen obligatorischen Kühlschrank-Magneten kurz vor 8 Uhr in einem kleinen Souvenirladen gekauft. Ja, das musste sein.

Zum Schluss des Tages wurde ich noch an mein Hotel Alpengruss zurückgebracht und wir verabredeten eine solche Tour an anderer Stelle in naher Zukunft regelmäßig zu wiederholen. In Vorfreude auf den nächsten Tag ging ich in mein im dritten Stock gelegenes Hotelzimmer und sinnierte bei einem kühlen Bierchen über die morgige Route zur Höllentalangerhütte und der Höllental-Klamm nach – bevor ich darüber eingeschlafen bin. Aber das ist eine andere Geschichte, die noch erzählt werden muss…

Hotel Alpengruss im Hintergrund
Hotel Alpengruss im Hintergrund
Hotel Alpengruss
Hotel Alpengruss

Ein schöner Wandertag mit Regen bis Sonnenschein (Teil 1)

Wie sagt man so schön: „es gibt kein schlechtes Wetter nur die falschen Klamotten, die man anzieht“. So starteten wir am Samstag, 28.09., eine ehemalige Kollegin, ein Freund der Kollegin, der Hund Thomy und ich, von meinen Hotel Alpengruss in Garmisch bei leichtem Regen in unser Wochenend-Wanderabenteuer. Zunächst ging’s aber ein Stückchen mit dem Auto bis zum Parkplatz der Alpspitzbahn.
 

Thomy
Thomy


Dort regnete es zu unserem doch leichten Entsetzen noch mehr, als wir aus dem Auto ausstiegen. Doch die Medaille hat immer zwei Seiten und zum Glück stand erst einmal eine Gondelfahrt auf den Gipfel – die Alpspitze auf dem Programm. Aufgrund des Nebels und des Regens hatten wir in der leeren Gondel (insgesamt 6 Personen und ein Hund) einen nicht so schöne Aussicht, wie wir dies erhofften. Nach gefühlten 15 min waren wir dann auf knapp 2050 m an der Bergstation angekommen. Für “Höhenphobiker“, wie auch ich einer bin, war die Fahrt aber kein Problem – trotz der Höhe.

Gondel der Alpspitzbahn
Gondel der Alpspitzbahn


Auf der Alpspitze regnete es zwar nicht mehr wirklich aber der Nebel blieb hartnäckig und die kondensierende sehr feuchte Luft fühlte sich wie leichter Nieselregen an. So zog es uns erst einmal in die dortige Almhütte – auf einen Kaffee um dem Wetter eine Chance zu geben. Der Wetterdienst hatte für den frühen Nachmittag Sonne angekündigt. So hatten wir drei die Hoffnung, dass der Nebelschleier doch mal verziehen könnte und den Blick auf die schöne Umgebung ringsum freigeben würde. Doch wie immer Trugschluss – wenn man sich an der Wettervoraussage orientiert! Erst viel viel später riss die Wolkendecke über uns auf und brachten uns ein paar Sonnenstrahlen und noch mehr Lächeln auf unsere Gesichter.

Blick ins Tal
Blick ins Tal

Blick vom Oberfeldkopf
Blick vom Oberfeldkopf


Es half aber nichts, irgendwann mussten – nein wollten wir losziehen – wir waren ja immerhin zum Wandern hierher gekommen und nicht zum Rumsitzen und Kaffeetrinken. Aus Zuckerwatte sind wir auch nicht… Und es hat sich wirklich gelohnt.

Als absoluter Neueinsteiger ins Bergwandern – hielt ich mich erst einmal an meine zwei Mitwanderer – sorry mit Thomy drei – die sich eine schöne, aber auch leichtere Strecke ausgedacht hatten.

Das nächste Highlight unserer heutigen Wanderung sollte die AlpSpix-Plattform, etwas unterhalb der Alpspitze, werden. Diese ragt etwa 13 m über den Felsrand hinaus und gibt den Blick auf das Höllental frei. Außerdem ist von der oberen der zwei Ebenen und in X-Form konstruierten  Plattform die etwas höhere Zugspitze zu sein. Leider ist diese Plattform mit Gitternetzplatten verlegt, auch wenn ich heute sehr mutig war, das ging heute gar nicht und ich konnte nicht den Blick in die Tiefe wagen. Der Kopf lies es dieses Mal nicht zu, weiter als bis kurz über den Rand zu gehen. Aber auch der Blick von dort war schon atemberaubend – wie muss erst der Blick in knapp 1.000 m Tiefe sein.

AlpSpix
AlpSpix

Am gleich daneben liegenden „Osterfeldkopf“ habe ich mich dann in das Gipfelbuch eingetragen und somit meinen Fußabdruck hinterlassen.

Gipfelbuch
Gipfelbuch

Und dann ging es ab in die Hochbergwelt – unsere Wanderung wird uns von der Bergstation der Alpspitzbahn zur Bergstation der Kreuzeckbahn führen. Dies ist, wie gesagt, ein relativ leichter Pfad – und für meinen Einstieg genau das richtige

…und am Anfang konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass auf den jetzt vorhanden Wanderwege, Berghügeln und Wiesen im Winter überall Ski gefahren wird und die Wege dann so gar nicht mehr zu sehen sind. Alles liegt dann unter einer weißen Winterpracht, ob natürlich oder künstlich – so jeden Tag aufbereitet und komprimiert, dass es viele Wintersportler die idealen Bedingungen vorfinden können.

Gegen 14:15 Uhr waren wir dann nach ca. 3 h am Ziel unserer Wanderung am Kreuzeckhaus (auf ca. 1650 m Höhe) angekommen. Hier haben wir dann erst einmal aufgetankt: ein kühles alkoholfreies Weizen tut immer gut und ein ganz gute Gulaschsuppe gab es auch noch dazu. Spontan haben wir, da es noch nicht so spät war, beschlossen, noch eine kleine Wanderung in die Partnachklamm zu unternehmen.

Kreuzeckhaus
Kreuzeckhaus


Bevor es aber soweit war, stand noch die Abfahrt zurück ins Tal auf
750 m Höhe mit der Kreuzeckbahn an. Die Gondel dieser Bahn ist ein anderes Kaliber als die Alpspitzbahn – klein, rund und knuffig – so umschreibe ich dies mal. Wenn in der Alpspitzbahn vielleicht ca. 30 Personen Platz haben, passen in die Gondel der Kreuzeckbahn vielleicht 4-6 Personen maximal. Ganz so wohl habe ich mich diesen Mal nicht gefühlt – aber mit Technik und Gesprächen konnte ich mich ablenken und die gefühlt – ewig dauernde Abfahrt – doch noch gut hinter mich bringen. Zwischenzeitlich hatte sich der Nebel größtenteils verzogen und so hatte man aus der Gondel einen herrlichen Blick ins Tal – und trotz Höhenangst wagte ich auch den Blick hinaus und war sehr beeindruckt.

Blick ins Tal - Talstation Kreuzeckbahn
Blick ins Tal – Talstation Kreuzeckbahn


Unten im Tal angekommen, hieß es wieder ins Auto einsteigen und den Start zur zweiten Wanderung einläuten. Dazu mussten wir wieder zurück nach Garmisch-Partenkirchen zurückkehren. Ausgangspunkt zur Partnachklamm ist das Skistadion mit der Olympiaschanze. Aber damit geht es in der nächsten Story weiter…

Bahn = Chaos + netter Nebeneffekt

Da entscheide ich mich einmal mit der ach so umweltfreundlichen Deutschen Bahn zu fahren und es herrscht Chaos. Erst einmal ging es 6:00 Uhr pünktlich und zufriedenstellend mit dem ICE 1001 los. Das der Zug voll war, auch in der 1. Klasse, störte mich nicht weiter. Alles lief, wie geplant: ein wenig Arbeiten (naja eigentlich die ganze Zeit arbeiten) – dafür entspannt ankommen.

Kurz vor Nürnberg kam dann die erste Durchsage, dass aufgrund einer Streckensperrung zwischen Nürnberg und München der Zug umgeleitet wird. Das störte mich auch nicht – war ja nicht betroffen, solange der Zug in München ankommt. Aber dabei blieb es nicht und wie immer in Salamitaktik dauert es ein Weilchen und die zusätzliche Ansage kam, dass der Zug in Nürnberg auf unbetimmte Zeit garnicht weiterfährt. Daraufhib wechsele ich auf Nachfrage/Hinweis des Zugpersonals den Zug. Der andere soll früher wieder losfahren und auch angeblich schneller in München sein.

Was dieser natürlich nicht war und aufgrund der Sperrung mir noch 30 min zusätzliche Verspätung einhandelt. In München endlich eingetroffen, hieß es erst einmal 1h warten, da ich natürlich meinen Anschlusszug nach Garmisch nicht erreicht habe. Aber kleines Trostpflaster: auch mit der Original- Zugverbindung hätte ich den Anschluss nicht erreit. Wäre aber 10 min früher in München gewesen. Zwischendurch kam man eine schnelle Bahnsteig-Telefonkonferenz durchführen…

Dann kommt mein nächster Zug und ich sitze schon drinne und freue mich das es weitergeht – als ob sich alle verschworen haben und es klingt such, wie ausgedacht, kommt die Durchsage, dass die Weiterfahrt aufgrund eines Unfalles und des entsprechenden Polizeieinsatz auf der Strecke für eine unbestimmte Zeit nicht fortgesetzt werden kann. „Juchhe“, dachte ich so.

Das Positive dabei, und So muss man denken, man kommt mit den anderen Fahrgästen ins Plaudern. Als angesagt wurde, dass die Verspätung ca. 1h 30 min dauern wird, hat sich spontan eine kleine Gruppe (5 Personen) gefunden, die sich ein Taxi in Richtung Murnau + Garmisch teilen wollte. Als der Taxifahrer dann für die ca. 80 km unverschämte 180 € aufrief und sich nicht auf einen Festpreis einließ, ruderten wir alle aber zurück.

Unsere Gruppe schrumpfte dann auf 3 Personen, da zwei eine andere Alternative gefunden hatten.Bei einem Kaffee und ein wenig Quasseln verging die Zeit dann auch schneller. Ein zwischenzeitlich von mir gebuchtes FlixBus-Ticket brauchte ich dann doch nicht, da der Zug früher wieder fuhr als der Bus. Die 6,00€ für das Busticket kann ich verschmerzen.

Gegen 13:00 Uhr ging’s dann endlich wieder ein Stückchen weiter – bis Weilheim. Nächster Halt, nächste Zwangspsuse. Kurz vorher verabschiedete sich der nächste aus unserem Zweckbund und war an seinem Ziel angekommen. Wir verbliebenen 2 starteten dann in den letzten Abschnitt der jeweiligen Reise. Der eine nach Murnau und ich nach Garmisch… und hier bin ich nun auch nach 9,5 h angekommen. Ursprüngliche Ankunftszeit: na ratet mal: 13:00Uhr.

Fazit: Bahnfahren muss nicht sein, KoffeinGenuss: zu viel, Entspannung: geringer als gedacht. Geldersparnis: ja.

Wenigstens ist der erste Eindruck vom Hotel recht positiv. Jetzt geht das Wochenende erst richtig los :-).

Auf geht es nach Garmisch

Mal ein Wochenende raus aus dem Großstadtgewimmel tut zwischendurch ganz gut. Drum geht es heute nach Garmisch-Partenkirchen zum Wandern (Tour Plan Klamm-Wanderung Garmisch 2019)

Zuvor steht aber noch die Bahnfahrt dorthin an. Da wird privates und berufliches gemixt – die Bahn bietet sich an ein wenig am Vormittag im Home Office oder wie ich es nenne TrainOffice zu arbeiten.

In der Ecke Garmisch war ich noch gar nicht und ich bin gespannt, was mich erwartet. In Gesprächen zuvor wurden mir schöne Wanderwege in reizvoller Landschaft offeriert. Und die Bilder sahen schon sehr gut aus 🙂

Ich hoffe, das Wetter spielt ein wenig mit – es muss ja nicht so “hitzig“ sein aber stark regnen sollte auch nicht.

Früh aufstehen war heute angesagt, 3:30 Uhr hat der Wecker geklingelt, 4:42 fuhr die Straßenbahn und gegen 6:00 Uhr geht’s mit dem ICE1001 dann los. Man gönnt sich ja sonst nichts, natürlich in der 1. Klasse.

Kanada-Tour 2020 – die Planungen werden konkreter

2020 wird es endlich wieder soweit sein und ich werde mal wieder nach Kanada reisen. Nach losen Absprachen werden nun die Pläne konkreter.

Auf jeden Fall soll es endlich eine Wohnmobil-Reise werden – davon träume ich schon seit Langem. Zwar bleibt die große Tour von Ost nach West zwar weiter Utopie, aber mit einer kleineren Tour von 3 Wochen anzufangen, ist schon mal etwas.

Bei unserer Tour soll es One-Way von Calgary nach Vancouver gehen. Auf Jasper-Nationalpark, Banff-Nationalpark und Vancouver Island – so soll die Tour ausgerichtet sein – also Natur und Wildnis pur – aber auch Calgary und Vancouver sollen nicht zu kurz kommen.

Als Termin der Reise ist Ende Mai – Anfang Juni vorgesehen. Hier beginnen wir gerade die Abstimmungen mit den Kolleginnen und Kollegen in den jeweiligen Firmen. Bevor überhaupt gebucht werden kann, muss das Ok vorliegen – so sind die Regeln.

An meiner Seite wird eine Begleiterin mitfahren, die eine ähnliches Tour schon absolviert hat, so dass es nicht ganz ins Blaue geht. Die Vorfreude wächst schon wieder mit jedem Tag der Planung. Positiv Aufregend und so gerät der Alltag schnell in Vergessenheit.

Wenn es dann alles klappt, bin ich dann zum 4. Mal in Kanada – eines meiner Lieblingsländer (neben Schweden und Norwegen und beim Herren-Fußball Niederlande):

  • Das erste Mal, Anfang Januar bis Anfang März 2010, war ich gleich in Vancouver,
  • dann ging es im März/April 2015 längere Zeit nach Ontario (Toronto) und Quebec.
  • 2017 waren dann auf einer Auto-Rundtour im Osten Kanadas und der USA, wieder Toronto, Ottawa, Quebec und Montreal Zielpunkte.
  • 2020 soll es mal wieder in den Westen Kanadas gehen, um dort Neues zu erforschen.

Zum schönsten Tag in Kanada und auch insgesamt schreibe ich schon seit Wochen an einer Story lasst Euch überraschen – kann aber noch etwas dauern – da ich nicht zum Ende komme.

Ich könnte am liebsten gleich morgen losfahren, äh Fliegen oder sollte ich mit dem Segelschiff fahren? Ich hoffe, ich bleibe am Ball beim Erzählen der Urlaubsplanung, so dass ihr bald mehr News bekommt…

Hymne von Canada

O Canada!
Our home and native land
True patriot love
In all our sons commandWith glowing hearts
We see thee rise
The True North, strong and free
From far and wide
O Canada
We stand on guard for theeGod keep our land
Glorious and free
O Canada we stand on guard for thee!
O Canada we stand on guard for thee!FrancaiseO Canada!
Terre de nos aïeux
Ton front est ceint
De fleurons glorieuxCar ton bras
Sait porter l’épée
Il sait porter la croix
Ton histoire
Est une épopée
Des plus brillants exploitsEt ta valeur
De foi trempée
Protégera nos foyers et nos droits
Protégera nos foyers et nos droits