Ein schöner Wandertag mit Regen bis Sonnenschein (Teil 1)

Wie sagt man so schön: „es gibt kein schlechtes Wetter nur die falschen Klamotten, die man anzieht“. So starteten wir am Samstag, 28.09., eine ehemalige Kollegin, ein Freund der Kollegin, der Hund Thomy und ich, von meinen Hotel Alpengruss in Garmisch bei leichtem Regen in unser Wochenend-Wanderabenteuer. Zunächst ging’s aber ein Stückchen mit dem Auto bis zum Parkplatz der Alpspitzbahn.
 

Thomy
Thomy


Dort regnete es zu unserem doch leichten Entsetzen noch mehr, als wir aus dem Auto ausstiegen. Doch die Medaille hat immer zwei Seiten und zum Glück stand erst einmal eine Gondelfahrt auf den Gipfel – die Alpspitze auf dem Programm. Aufgrund des Nebels und des Regens hatten wir in der leeren Gondel (insgesamt 6 Personen und ein Hund) einen nicht so schöne Aussicht, wie wir dies erhofften. Nach gefühlten 15 min waren wir dann auf knapp 2050 m an der Bergstation angekommen. Für “Höhenphobiker“, wie auch ich einer bin, war die Fahrt aber kein Problem – trotz der Höhe.

Gondel der Alpspitzbahn
Gondel der Alpspitzbahn


Auf der Alpspitze regnete es zwar nicht mehr wirklich aber der Nebel blieb hartnäckig und die kondensierende sehr feuchte Luft fühlte sich wie leichter Nieselregen an. So zog es uns erst einmal in die dortige Almhütte – auf einen Kaffee um dem Wetter eine Chance zu geben. Der Wetterdienst hatte für den frühen Nachmittag Sonne angekündigt. So hatten wir drei die Hoffnung, dass der Nebelschleier doch mal verziehen könnte und den Blick auf die schöne Umgebung ringsum freigeben würde. Doch wie immer Trugschluss – wenn man sich an der Wettervoraussage orientiert! Erst viel viel später riss die Wolkendecke über uns auf und brachten uns ein paar Sonnenstrahlen und noch mehr Lächeln auf unsere Gesichter.

Blick ins Tal
Blick ins Tal

Blick vom Oberfeldkopf
Blick vom Oberfeldkopf


Es half aber nichts, irgendwann mussten – nein wollten wir losziehen – wir waren ja immerhin zum Wandern hierher gekommen und nicht zum Rumsitzen und Kaffeetrinken. Aus Zuckerwatte sind wir auch nicht… Und es hat sich wirklich gelohnt.

Als absoluter Neueinsteiger ins Bergwandern – hielt ich mich erst einmal an meine zwei Mitwanderer – sorry mit Thomy drei – die sich eine schöne, aber auch leichtere Strecke ausgedacht hatten.

Das nächste Highlight unserer heutigen Wanderung sollte die AlpSpix-Plattform, etwas unterhalb der Alpspitze, werden. Diese ragt etwa 13 m über den Felsrand hinaus und gibt den Blick auf das Höllental frei. Außerdem ist von der oberen der zwei Ebenen und in X-Form konstruierten  Plattform die etwas höhere Zugspitze zu sein. Leider ist diese Plattform mit Gitternetzplatten verlegt, auch wenn ich heute sehr mutig war, das ging heute gar nicht und ich konnte nicht den Blick in die Tiefe wagen. Der Kopf lies es dieses Mal nicht zu, weiter als bis kurz über den Rand zu gehen. Aber auch der Blick von dort war schon atemberaubend – wie muss erst der Blick in knapp 1.000 m Tiefe sein.

AlpSpix
AlpSpix

Am gleich daneben liegenden „Osterfeldkopf“ habe ich mich dann in das Gipfelbuch eingetragen und somit meinen Fußabdruck hinterlassen.

Gipfelbuch
Gipfelbuch

Und dann ging es ab in die Hochbergwelt – unsere Wanderung wird uns von der Bergstation der Alpspitzbahn zur Bergstation der Kreuzeckbahn führen. Dies ist, wie gesagt, ein relativ leichter Pfad – und für meinen Einstieg genau das richtige

…und am Anfang konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass auf den jetzt vorhanden Wanderwege, Berghügeln und Wiesen im Winter überall Ski gefahren wird und die Wege dann so gar nicht mehr zu sehen sind. Alles liegt dann unter einer weißen Winterpracht, ob natürlich oder künstlich – so jeden Tag aufbereitet und komprimiert, dass es viele Wintersportler die idealen Bedingungen vorfinden können.

Gegen 14:15 Uhr waren wir dann nach ca. 3 h am Ziel unserer Wanderung am Kreuzeckhaus (auf ca. 1650 m Höhe) angekommen. Hier haben wir dann erst einmal aufgetankt: ein kühles alkoholfreies Weizen tut immer gut und ein ganz gute Gulaschsuppe gab es auch noch dazu. Spontan haben wir, da es noch nicht so spät war, beschlossen, noch eine kleine Wanderung in die Partnachklamm zu unternehmen.

Kreuzeckhaus
Kreuzeckhaus


Bevor es aber soweit war, stand noch die Abfahrt zurück ins Tal auf
750 m Höhe mit der Kreuzeckbahn an. Die Gondel dieser Bahn ist ein anderes Kaliber als die Alpspitzbahn – klein, rund und knuffig – so umschreibe ich dies mal. Wenn in der Alpspitzbahn vielleicht ca. 30 Personen Platz haben, passen in die Gondel der Kreuzeckbahn vielleicht 4-6 Personen maximal. Ganz so wohl habe ich mich diesen Mal nicht gefühlt – aber mit Technik und Gesprächen konnte ich mich ablenken und die gefühlt – ewig dauernde Abfahrt – doch noch gut hinter mich bringen. Zwischenzeitlich hatte sich der Nebel größtenteils verzogen und so hatte man aus der Gondel einen herrlichen Blick ins Tal – und trotz Höhenangst wagte ich auch den Blick hinaus und war sehr beeindruckt.

Blick ins Tal - Talstation Kreuzeckbahn
Blick ins Tal – Talstation Kreuzeckbahn


Unten im Tal angekommen, hieß es wieder ins Auto einsteigen und den Start zur zweiten Wanderung einläuten. Dazu mussten wir wieder zurück nach Garmisch-Partenkirchen zurückkehren. Ausgangspunkt zur Partnachklamm ist das Skistadion mit der Olympiaschanze. Aber damit geht es in der nächsten Story weiter…

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