12. Etappe Husby Säteri – Stjärnholm bei Nyköping: Der Stiftsgarden begrüßt einen neuen Gast

Recht angenehm zügig in einer Fahrzeit von 3:10 h (3:50 h gesamt) habe ich ausgehend vom ca. 78 km entfernten Husby Säteri das Ziel nahe Nyköping, Stiftsgarden Stjärnholm, ganz froh, munter und ohne größere Schwierigkeiten 13:59 Uhr erreicht.


Streckenprofil 12. Etappe
Teilabschnitt 1 – Husby Säteri – Skenäs:

Teilabschnitt 2 – Skenäs – Stiftsgarden Stärjnholm (nachträgliche Erfassung)


So geht auch Radtour! 😉

Ich bin im Annex des Gebäudes (8) untergebracht, das macht gleich mal fast die Hälfte des Preises aus. Da nehm‘ ich dies gern in Kauf. Im Zimmer ist auch soweit alles vorhanden. Ebenfalls ist ein Restaurant im Stiftsgarden untergebracht, da kann ich den Rest des Tages weiterhin genießen.

Plan Stiftsgarden Stjärnholm
Plan Stiftsgarden Stjärnholm
Annex / meine Unterkunft Stiftsgarden Stjärnholm (8)
Annex / meine Unterkunft Stiftsgarden Stjärnholm (8)

So jetzt raus aus den Regenklamotten, die am Anfang gut waren und den Regen von Außen abgehalten haben, aber auf der zweiten Teilstrecke eher Innen ein Feuchtbiotop entstehen ließ. Gegen den Wind war die Regenhose aber die gute Entscheidung.

Mein Fahrrad wohnt mal wieder auf dem Zimmer. Ist also auch gut untergebracht.

So langsam rückt Stockholm in greifbare Nähe. Noch zwei Abschnitte sind zu bewältigten. Doch später davon mehr.

Auf nach Nyköping

Nach der Ruhepause heute am Montag, 11.10., geht es am Dienstag früh,12.10., weiter nach Nyköping.

Um schon mal der Strecke etwas vorzufühlen, hat mich The Transporter über einen Teil der Strecke gefahren – von der Fähre bei Skenäsleden bis zu Husby Säterie (also rückwärts). Aus dieser Erkundungsfahrt, fast wie beim Ralley, habe ich mir ins Kursbuch die einfachere, aber etwas weitere Strecke über Söderköping und nicht über Stegeborgs eingetragen. Die vom Navi ermittelte Tour ist zwar landschaftlich reizvoller und bietet mit einer zusätzlichen Fährfahrt über die Insel Stegeborgs slottsruin ein anderes Highlight, ist aber sehr kräfteraubend.

Und bis Skenäsleden ist es ja auch nur die Hälfte der Tagesstrecke von ca. 86 km geschafft. Deshalb heißt es frühzeitig Kräfte sparen!

Bei Skenäsleden wartet eine Fährüberfahrt über den Braviken, einem Arm der Ostsee, auf mich. Die Fähre soll alle 30 min ablegen. Darauf werde ich mich einstellen. Die Überfahrt bringt nach ca. 40 km eine kleine Pause für den zweiten Teil.

Das Wetter wird gemischt. Es soll mäßigen bis starken Wind geben. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt zwischen 30 und 70 %, so dass ich auch mit Regen rechne und mich gleich beim Start, gegen 9:30 Uhr, entsprechend vorbereiten werde.

The Transporter bleibt noch einen Tag länger in Husby Säteri und das nächste Zusammentreffen ist dann in Södertälje am Donnerstag, 13.07., vorgesehen. Am 14.07. ist dann die finale Rad-Tour und die Einfahrt in Stockholm geplant.

Schwedische Traumlandschaft
Schwedische Traumlandschaft

Fazit vor dem letzten Tag vor der nächsten Ruhepause

Am Donnerstag geht dann mit der Route „Kalmar nach Lövo (Mönsteras)“ der zweite Mehrtages-Tourabschnitt zu Ende. Dann wird es einen Tag der Ruhepause geben, die nach der doch fordernden Strecke von Trelleborg nach Lövo (Mönsteras) auch ziemlich notwendig ist. Die Knochen und Muskel und auch der Kopf brauchen mal eine Pause zur Erholung.

Aufgrund der buchbaren Unterkünfte für „The Transporter“ und für mich war dieser Abschnitt auch tagemäßig am Längsten und konnte auch nicht anders geschnitten werden, damit die ungefähre Maximal-Länge von 100 km nicht häufig überschritten wird.

Ich werde morgen in Mönsteras seit der Abfahrt in Trelleborg ca. 377 km in 5 Tagen (ca. 75 km pro Tag) gefahren sein. Ausgehend vom Start am 28. Jnui 2016 in Berlin werde ich morgen in Mönsters bereits knapp 700 km zurückgelegt haben. Das ist für einen Nicht-Profi schon eine gewaltige Summe.

Im Grunde macht es immer noch sehr viel Spaß, die Motivation ist immer noch nicht verschwunden, und es bringt ein ganz anderes Urlaubsgefühl mit sich auch wenn der Motzfaktor aufrund der schlechten Wetterbedingungen in den zwei letzten Tagen etwas zugenommen hat. Aber so was muss raus, damit man es nicht auf die Tour am nächsten Tag mitnimmt.

Zum Glück könnt ihr auf den Touren nicht Mäuschen sein, sonst würde euch an so mancher Bergsteigung oder einer wilden Windboe die Ohren schlackern. Bestimmt es auch gut, dass es eine gewisse Sprachbarriere gibt, so dass auch die Einheimischen nicht verstehen, was ich da so laut vor mir hinsage oder fluche. Aber das gehört auch dazu.

Wettermäßig hatte ich auf deutscher Seite viel Glück und habe keinen Regen abbekommen. Dafür werde ich nun auf schwedischer Seite gut damit versorgt – obwohl ich doch gar nicht mehr wachsen kann. Hier würde ich mir wünschen, dass für den 3. Mehrtages-Abschnitt der Regen sich etwas zurückhält und somit sich noch mehr Spaß beim Radeln ergibt.

Ausblick: Nach der Ruhepause wird es dann von Mönsteras über Gunnebo, Nyköping nach Södertälje gehen. Von Södertälje mache ich dann einen Rad-Tagesausflug nach Stockholm, dem Zielpunkt der gesamten Radtour. Geplanter Ankunftstag in Stockholm am 14. Juli 2016. Die Schwedentour wird nach dem Erreichen des Ziels in Stockholm noch um eine Entspannungswoche in der Nähe der norwegischen Grenze verlängert; aber dann nicht mehr mit dem Rad.

Bis Stockholm liegen aber erst einmal noch knapp 380 km vor mir, die auch vom Höhenprofil so manch Herausforderung erwarten lässt. Insbsondere auf der Tour von Gunnebo nach Nyköping wird es bestimmt anstrengend werden.