Das geht phantastisch los…

Nach stressigen Stunden im Job steht nun eine bisschen Verschnauf-Pause mit Urlaub an.

Schön war, dass gleich zu Beginn der Urlaub durch den neuen Feiertag – Internationaler Frauentag – verlängert wurde.

Rasant ging es weiter mit einem obulenten Brunch im Espitas(R) Erfurt als Geburtstagseinladung. Mal was außergewöhnliches. Und es war gut! Wichtig: allen hat es geschmeckt und alle haben sich wohlgefühlt… so zog sich die Geburtstagsfeier dann auch vom Reinfeiern am 8.März bis spät am Abend des 9. März.

Da bin ich froh, dass es noch den Sonntag gibt, bevor es am Montag früh Richtung Annecy geht. Da heißt es wieder früh aufstehen – denn zeitlich braucht man schon ne Weile von Erfurt bis Annecy (siehe http://streckenplanung.dynamicspace.bike/auflistung_strecke.php?tour_id=19). Aber das schreckt mich gar nicht – nur pünktlich vor Ort möchte ich sein.

Wettertechnisch werden wir es nicht so gut treffen – weder Sonne noch Schnee. Es ist viel Regen angesagt….also bleibt es, wie es die ganze Zeit schon war: herbstlich!

Ich hoffe, ich kann am Ball bleiben und wieder im Blog ein paar Impressionen zu Annecy, Genf und den Automobil Salon 2019 teilen.

Im Regen nach Annecy, …

… im Regen durch Annecy gelaufen, im Regen am See von Annecy gewandelt und auch im Regen zurückgefahren…

Also alles in Allem ein doch sehr Sonnenarmer, sehr bewölkter, grauer und windiger Tag. Yippie!

Aber bevor man einen schönen Urlaubstag in der Ferien-Wohnung versauert, begibt man sich auf Entdeckungsreise ;-).

Annecy Hotel d'Ville, France

Na wirkliche Entdeckungen gab es nicht, da Annecy für die Autosalon-Tour sowas, wie das zweite Wohnzimmer ist. Schon bereits vier Mal hat es uns dorthin verschlagen – meist für die gesamte Dauer des Kurz-Urlaubes. Aber wir waren nie am selben Ort untergebracht: mal in einem Hotel in der südlichen Vorstadt, mal in einer Ferienwohnung direkt am See und mal in einem recht gut von Reisegruppen besuchten Hotel östlich der Stadt. Aber jedes Mal war der Besuch der recht malerischen Kleinstadt und der Besuch am See von Annecy Pflicht.

Beim Besuch 2016 hatten wir ein kleines, von einheimischen geführtes Lokal entdeckt, in dem man Mittags typische Speisen frisch zubereitet bekommt. Das Bistro liegt direkt am je nach Wetterbedingungen ruhigen oder wild tosenden Fluss, der Annecy durchquert. Verschiedene Crêpes mit einheimischen Käse und Schinken, Tartiflett oder Quiche… immer heiß und lecker. Und arg Zuviel bezahlt man auch nicht.

Hier sind wir auch dieses Mal wieder eingekehrt. Der Vorteil /Nachteil ist, man sollte ein wenig Französisch sprechen, da hier wirklich wenig Englisch gesprochen wird. Eine Speisekarte in Englisch ist aber vorhanden. Für mich ist dies ein hartes Training, obwohl ich mal 5 Jahre Französisch gelernt habe – aber eher theoretisch, denn Reisemöglichkeiten gab es damals nicht; erst geschlossene Grenzen und dann nicht das nötige Kleingeld als Schüler.

Ansonsten kann ich immer nur empfehlen, Annecy zu besuchen; gerade bei schönem Wetter.

Annecy Hotel d'Ville, France

Ach ja da war ja was…

Nach einer überwiegend total entspannten Fahrt, dem Gewinn von 1,80 € beim Tanken und der guten Entscheidung einen anderen Weg zu fahren als sonst kann man sich über den Tag grundsätzlich nicht beschweren. Letztgenannte hat uns vor einem Megastau mit Vollsperrung der Fahrbahn nach einem Unfall auf Höhe Rheinfelden (Ri. Basel) bewahrt. Puh, das hätte schief gehen können.

Wir haben uns dieses Mal schön viel Zeit genommen, viele Pausen gemacht, sogar Sonne getankt und uns vom frühen Vogel, wie berichtet, zu einem prächtigen, alles überblicken Adler entwickelt, um in der Tiersprache zu bleiben.

Die Fahrt entlang des Lac Leman und die sich auftürmenden schneebedeckten Berge waren schon wieder eine Augenweide für sich. Das hat sich schon gelohnt.

Lac Leman, Suisse

Nach gut 10 h (mit Pausen) und rund 900 km sind wir wohlbehalten und gut am Ziel in Evian angekommen. Die letzten 3 km führten uns steil hinauf zu unserem Quartier. Gut, dass das Auto uns dort hinauf bringt und wir nicht laufen müssen.

Am Ziel angekommen, ging der Check-in entgegen meiner Befürchtungen relativ problemfrei – ich hatte wiederum Glück, dass eines der Servicekräfte am Empfang Englisch sprach und ich mich nicht irgendwie auf Französisch rumwuseln musste.

Da wir nur zu Dritt da sind und ich aber mit mindestens 4 bei der Buchung geplant hatte, ist das gebuchte Zimmer natürlich riesig. Ich finde auch, es ist alles da, was man so braucht, auch genügend Parkplätze. Nur wieder mal WLan lassen Sie sich gut bezahlen, vor Allem, da hier sowieso schlechter Mobilfunk-Empfang herrscht.

Gegen 17:30 Uhr waren wir nun such eingezogen und nach dem wir aus den kühlen Räumen durch Entfachen der Elektroheizungen gemütlich Räume gemacht hatten, fühlten wir uns recht bald heimlich und wohl. Das erste Abendessen hat dann um so mehr geschmeckt.

Residence Odalys Les Chalets 'Evian, France

Ein kurzer Spaziergang (10 min), eine nicht zu verstehende schweizer-dütsche Fernsehsendung des SRF1, nen Williams und nen Wein rundeten den Abend dann ab.

Die vielen neuen und alten Impressionen auf der Fahrt machen doch auch müde, so dass wir uns nun im neuen “Heim“ die Träume der ersten Nacht herbei sehen, da diese so der Irrglaube in Erfüllung gehen. Mögen es für uns nur gute Träume sein.

Am Donnerstag soll es dann gemütlich und entspannt zum Automobil Salon in Genf gehen (es soll sowieso den ganzen Tag nur regnen)

Ankommen in Toronto / Krank zum 2. Mal in Toronto

Erster Halt des Tages war heute in der Nähe von Niagara Falls ein Outlet Center. Dort haben wir ein  paar Klamotten geshoppt. Aber das Jeans-Geschäft, dass ich gesucht hatte, war hier nicht untergebracht. Schade! Es hat sich aber dennoch gelohnt, finde ich.

Outlet Center bei Niagara Falls (Ca) – RelaxeZone

Nach kurzer Fahrt und da. 120 km später sind wir heute Nachmittag bei sintflutartigen Regen in unserem Hotel, Chelsea Hotel Toronto, angekommen. Das Hotel befindet sich central am Eingang zur Downtown Toronto gelegen. Also ideal für die Erkundung der City.

Das erste Abenteuer war mal wieder die Suche nach dem richtigen Parkplatz bzw. der Tiefgarage des Hotels. Da ringsum Straßenbauarbeiten an Gange sind, ist die eigentliche Einfahrt gesperrt. Nach kurzer Nachfrage haben wir dann die weitere Einfahrt gefunden. Diese hatte es aber in sich: sehr steile Abfahrten, so dass man Angst haben musste, das Auto setzt auf. Zur Sicherheit habe ich einen Mitreisenden zum Nachschauen geschickt. In der zweiten Parketage haben wir dann ein Plätzchen gefunden. Ich bin schon auf die Ausfahrten gespannt…

Nach einem sehr freundlichen und netten Check-Inn haben wir uns dann auf die Suche nach unseren Zimmern gemacht. Das 27 Stockwerke umfassende Hotel hat 4 verschieden farbig markierte Aufzüge, mit denen man je nach Farbe sein Stockwek und Zimmer erreicht. Unser Zimmer im 10. Geschoss ist über die grünen Elevators zu erreichen. Das hat dann auch geklappt. Durch die Größe des Hotels braucht man fast einen eigenen Stadtplan.

Chelsea Hotel, Toronto

 

Für ein wenig Aufschlag haben wir ein Upgrade für ein größeres Zimmer erhalten, was es etwas angenehmer macht. Nach dem ersten Ankommen haben wir dann gleich mal eine kurze Stadtbesichtigung jenseits der Downtown unternommen. Ein Runde zur Universität Torontos und zurück über Chinatown und vorbei an der AGO. Dann hatten wir, meine Mitreisenden zwecks schweren Füße und kaputten Knien und ich wegen meiner Erkältung und zunehmenden Kopfschmerzen, für heute genug.

Ich hatte mir noch schnell im Drugstore Ibuprofen geholt, da wir leider nur eine neue Packung Paracetamol mit auf die Reise genommen haben und die letzten Reste Ibu ich gestern alle gemacht hatte. Aus Erinnerung von meiner Reise im Jahr 2015 wusste ich noch auf welches Mittel ich zurückgreifen kann, da ich mich damals beim Apotheker/Arzt im Supermarkt erkundigt hatte.

Ich habe aber die schlecht Vorahnung, dass ich meine Reisegruppe auch angesteckt habe und sich der Schnupfen/Erkältung auch bemerkbar macht. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt…

Morgen am besten Tag in Toronto werden wir zu zweit den CN Tower hinauffahren und dann später hoffentlich bei etwas Sonnenschein zur künstlichen Insel von Toronto fahren, um 1. die Insel zu erobern und 2. die Skyline von Toronto zu sehen. Für ein billige Fährfahrt sind das zwei Highlights auf einmal. Eigentlich muss man im Hellen zu den Inseln fahren und dann im Dunklen zurück. Dann bekommt man die Skyline im Doppelpack, am Tag und in der Nacht.

Toronto Island Park, Toronto

Immer unter der Voraussetzung alle sind halbwegs gesund! Bitte!

 

Es regnet

Der Blick aus dem Hotelzimmer offenbart uns ein nicht so schönes Bild: kein blauer Himmel,  keine Sonne, nur, wie schon in der Wettervorhersage gesehen, ein diesiges Einheitsgrau und Regen.

Ramada Plaza, Niagara Falls

Das wird dann der nächste Relax-Tag werden. Es ist nur schade für meine Mitreisenden , da ich 2015 das Glück hatte das komplette Gegenteil mit tollem Sonnenschein zu erleben.


Die Wetter-Vorschau für Niagara Falls für die nächsten Tage:

Quelle: WetterOnline Neurologische Dienstleistungen GmbH (C)(R) über App Regenradar

Aber da hilft kein Trübsal blasen, sondern sich auf das Wetter einstel und die Hoffnung nicht aufzugeben!

Außerden gibt es Hoffnung auf heute Nachmittag und morgen

Wenn die Schulung in München ausfällt…

…und ich somit die Reise dorthin auch nicht antreten muss – diese war für den Sonntag Nachmittag gebucht – habe ich etwas Zeit gewonnen, mich sportlich zu betätigen. Die Absage am Freitag Mittag kam auch ziemlich knapp und kurzfristig, so dass gar keine Zeit blieb, umzuplanen.

So galt es sich aufs Rad zu schwingen und ein paar Kilometer zu fahren. Das Wochenziel von 75 km war auch noch nicht erreicht – ich hatte es eigentlich schon abgeschrieben – so hatte ich Gelegenheit dies noch aufzuholen und ein Ziel vor dem Auge. Für ambitionierte Fahrer sind natürlich 75 km pro Woche kein richtiges Ziel – für mich reicht es aber aus – um Arbeit und sportliche Aktiviät zu kombinieren.

Ein kleiner Kurs zwischen Wind und Regen hindurch, damit ich die fehlen Kilometer erziele und auch nicht arg zu naß werde.


Ziel: erreicht!

Kleine Trainingseinheit am Nachmittag: 25.06.2017

Das Wochenziel von 75 km wr noch nicht erreicht: es fehlten noch 2,1 km. So habe ich beschlossen, ein paar Runden auf dem Rad zu drehen.

Leider kam der Regen etwas früher als gedacht und die 4. Runde fiel kürzer aus, als geplant, damit ich nicht ganz durchweiche ;-).


Olympiaparken Lillehammer

Wie schon berichtet, haben wir uns gestern, 19.07., aufgemacht und Norwegen in unsere Forscherfahrten mit einzubeziehen. Es ging von Lekåsen über Elverum (Gas tanken) nach Lillehammer – also ein kleiner Tagesausflug mit 510  km.

Meine bisherige Auswahl an sehenswerten Ausflugsorten, startend vom Ferienhaus in Lekåsen, war bisher semi-optimal – aber wie soll man im Urlaub das auch alles vorher planen.

Los ging es mit bewölkten und regnerischen Wetter. Im Auto spielte dies aber keine Rolle. Da gibt es ein Dach übern Kopf, anders als beim Fahrradfahren.

Angekommen in Lillehammer klarte es zum Glück aber dann doch etwas auf und es gab nur leichtes Getröpfele vom Himmel. Das war gut, denn ich hatte meine Regenjacke im Haus vergessen.

Nach einem Schlendern durch die Stadt mit einer schönen Ladenstraße, toll angelegten Stadtparks und immer wieder guten Radwegen, und nicht zu vergessen, das fast schon obligatorische Softeis in der Hand, hatte ich, als Fan der Olympischen Spiele gebeten, auch den Olympiaparken anzuschauen.

Bildershow:

 

Bisher konnte ich auch schon andere Städte von Olympischen Spielen bereisen, wie Vancouver (CA, 2010, Besuch 2010), Montreal (CA, 1976, Besuch 2015 ) und Albertville (F, 1992, Besuch 2016). Wobei von letztgenannter war ich total enttäuscht, da alle Sportstätten nicht gepflegt und ein unschöner Anblick waren.

Mal sehen, wie es in Lillehammer sein wird, dem Ort der Olympischen Winterspiele 1994, fragte ich mich vorher. Lillehammer war bereits 2 Jahre nach Albertville Austragungsort. Das waren die ersten Spiele nach dem neuen Zeitmodus – 2 Jahresversatz der Sommer- und Winterspiele. Damit waren diese Großereignisse nun entkoppelt.

Bei der Anfahrt auf Lillehammer konnte man schon weit entfernt die zwei Skisprungschanzen sehen. Hier wird, anders als in Albertville, auch noch aktiv u. a. Skisprung-Veranstaltungen mit Weltcup-Status durchgefüht.

Und ich sollte wirklich dieses Mal nicht wieder enttäuscht werden. Nach einer kurvenreichen, steilen Berganfahrt erhoben sich, fast schon majestätisch, die zwei Sprungschanzen vor uns empor. Ich hatte zwar schon mal die Möglichkeit eine andere Sprungschanze anzuschauen; Kranjska Gora (Planica). Aber dort war es trostlos und verwaist außerhalb der Saison. Anders als hier in Lillehammer. Hier kam man echt nah dran und hatte beinah mal das Feeling eines Skispringers und “Olympioniken“. Mit einem Chairlift (geöffnet von Juni bis September, einfache Fahrt 35 Nkr, Retour 55 NKr) ging es parallel zur Schanze auf den Schanzenberg. Ich als Höhenphobiker, der sich an Höhe erst gwöhnen muss oder es gar nicht klappt, war auf den ersten Metern doch sehr aufgeregt. Das nahm mit der Fahrt etwas ab, aber ganz ablegen kann man es nicht. Auf dem Berg war das dann schon wieder vergessen. Die Fahrt ging im gemächlichen Touri-Tempo nach oben, so das genügend Zeit blieb alles zu betrachten, zu fotographieren und zu Filmen (Matetial muss noch gesichtet werden). Die Sportler werden in der Saison bestimmt schneller aufwärts transportiert – runterwärts geht’s unter regulären Bedingungen sowieso schneller.

Die Strecke kann man auch aufwärts zu Fuß bewältigen, so spart man Geld, muss aber sehr viele körperliche Kräfte aufwenden. Wir haben den Easy-Weg gewählt, rauf mit dem Chair-Lift und abwärts zu Fuß. Davon unten mehr.

Oben angekommen, hat man wie auch schon vom Schanzen-Stadion aus einen phantastischen Superblick über die Region und Stadt Lillehammer! Unabhängig, ob man Sportstätten mag, Fan der Olympischen Spiele ist oder notorischer Nichtläufer, der Besuch ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert und wird viel zu wenig in der Stadt propagiert. Das ganze hätte bestimmt noch etwas mehr Spaß gemacht, wenn die Sonne etwas durch die Wolken geschaut hätte. Herrlich und beeindruckend!!!

Die Besichtigung des Schanzenturmes der Großschanze haben wir uns geschenkt. Ich glaube, auch als Sportfan, die zusätzlichen 25 NKr kann man sich sparen, da ein ähnlicher Blick auch kostenlos über die Kleinschanze möglich ist. Es sei denn, die paar Ausstellungsstücke im Turm möchte man unbedingt sehen.

Zum Glück bin ich doch kein Skispringer geworden, ich weiß nicht, ob ich jemals mich so in die Tiefe “stürzen“ könnte. Wenn man da so an der Absprungsmarkierung steht, wird einem doch etwas mulmig. So nah bin ich auch nicht auf dem alten Schanzenturm in Oslo gekommen, wie hier in Lillehammer. 

Holmenkollen 2005 - Oslo (N)
Holmenkollen 2005 – Oslo (N)

Alles zum Anfassen nahe. Und es geht wirklich ziemlich steil hinab. Am Fernseher kommt dies gar nicht so rüber.

Abwärts ging es nun zu Fuß die vielen steilen Treppen hinab. Jede Stufe hatte dabei eine andere Höhe je nach Gefälle der Schanze. Runterwärts ist es schon eine kleine Abstrengung, aber uns kamen auch viele entgegen, die sich am Aufstieg versuchten. Mal mit mehr, mal mit weniger Puste. Aber auch Sportler nutzen diese Treppe als Trainingseinheit – runter, rauf, mal beidbeinig, mal hüpfend auf einem Bein – so fit müsste man sein. Das Aufsprungsgebiet ist auch viel steiler als gedacht. Jetzt kann ich besser die Leistungen der Skispringer einschätzen und was es heißt zu weit zu springen.

Aber auch irgendwann ist jeder Rundgang leider auch mal zu Ende und zufassend kann ich sagen: sehr empfehlenswert

Zum Schluss dann noch das ehemalige Olympische Feuer fotographiert und dann ging es schon auf den Rückweg. Achso: bitte mindestens 30 NKr für Parkplatz-Gebühren einplanen.

Apropos den Besuch der Schanze kann man “von Unten“ – also vom Stadion, dass damals als Eröffnungsort diente – beginnen oder “von Oben“, also vom Schanzenturm. Es gibt eine Straße, die um das Gelände herumführt (auch sehr geignet für Motorradfahrer. Radfahrer sollten gut trainiert sein), so dass jeder Bereich gut erreicht werden kann.

 

Mit einen Lächeln (eher fetten Grinsen im Gesicht) und total gehypt und mit einem weiteren Haken auf der Karte der Olympischen Spielstätten konnte es wiedr zurück nach Schweden und zum Ferienhaus gehen. Was für ein phantastischer Tag, da störte auch das trübe Wetter draußen nicht.

Noch hatten wir auf der doch längeren Dämmerungsfahrt, durch mal dicht bewaldetes und mal mit Lichtungen durchbrochenes Gebiet, die Hoffnung endlich einen echten Elch aus der Nähe zu sehen, aber nichts da.

Da konnten wir die Argusaugen und Hälse noch so recken. Auch nach der ca. 10 Scandinavien-Reise muss eine Kurzsichtung eines in ca. 300 m entfernten über die Straße flitzenden Elches aus dem Jahr 2009 reichen. Ich zweifele ja, dass es die in freier Laufbahn überhaupt noch gibt 😉 .

13. Etappe Stjärnholm – Södertälje: Hotelzimmer bezogen

Gegen 13:55 Uhr hab ich nach ca. 92 km und 3:55 h Fahrzeit (4:50 h gesamt) die Strecke Stiftsgarden Stjärnholm nach Södertälje beendet.


Streckenprofil 13. Etappe


Glücklicher Weise ist es bis auf etwas Sprühnebel trocken geblieben. Der Wind kam heute auch gemäßigt daher und wehte meist aus der richtigen Richtung. Nur kühl war es – zwischendurch habe ich die Socken gewechselt –  die halbdurchlässigen Fahrrad-Schuhe halten die Kühle doch nicht so fern, wie andere Schuhe.

Wie schon berichtet, hat The Transporter mich zwischendurch abgefangen und ist dann verabredeter Weise an mir vorbei gezogen. Dafür war er schon früher am Hotel, hat den Check-In klar gemacht. So musste ich und das Fahrrad nur noch das Zimmer beziehen.

Die Strecke war heute zweigeteilt, da sich das Navi entschieden hat, anders zu fahren als gestern geplant.

Im ersten Abschnitt kam ich gut ins Rollen und die sanften Hügel/Berge mit langgezogenen Anstiegen waren meist gut zu bewältigen.

Kurz vor der Pause hat sich das Navi dazu entschieden, wieder auf landschaftlich schönere Wege umzusatteln. Damit verbunden sind dann meist Mountain Bike fähige Wege mit mittellangen, aber (sehr) steilen Anstiegen im Wechsel mit rasanten Abfahrten. Dann kommt man schnell man auf Geschwindigkeiten bei 50 km/h und darüber. Davon hat man meist nichts, da danach gleich wieder ein Anstieg wartet.

Ich weiß noch nicht, was wir heute noch machen. Lassen es jetzt ruhig angehen.

Morgen ist dann die Finalfahrt nach Stockholm geplant. Da könnte der ein oder andere Berg noch um die Ecke gucken 😉

Fazit vor dem letzten Tag vor der nächsten Ruhepause

Am Donnerstag geht dann mit der Route „Kalmar nach Lövo (Mönsteras)“ der zweite Mehrtages-Tourabschnitt zu Ende. Dann wird es einen Tag der Ruhepause geben, die nach der doch fordernden Strecke von Trelleborg nach Lövo (Mönsteras) auch ziemlich notwendig ist. Die Knochen und Muskel und auch der Kopf brauchen mal eine Pause zur Erholung.

Aufgrund der buchbaren Unterkünfte für „The Transporter“ und für mich war dieser Abschnitt auch tagemäßig am Längsten und konnte auch nicht anders geschnitten werden, damit die ungefähre Maximal-Länge von 100 km nicht häufig überschritten wird.

Ich werde morgen in Mönsteras seit der Abfahrt in Trelleborg ca. 377 km in 5 Tagen (ca. 75 km pro Tag) gefahren sein. Ausgehend vom Start am 28. Jnui 2016 in Berlin werde ich morgen in Mönsters bereits knapp 700 km zurückgelegt haben. Das ist für einen Nicht-Profi schon eine gewaltige Summe.

Im Grunde macht es immer noch sehr viel Spaß, die Motivation ist immer noch nicht verschwunden, und es bringt ein ganz anderes Urlaubsgefühl mit sich auch wenn der Motzfaktor aufrund der schlechten Wetterbedingungen in den zwei letzten Tagen etwas zugenommen hat. Aber so was muss raus, damit man es nicht auf die Tour am nächsten Tag mitnimmt.

Zum Glück könnt ihr auf den Touren nicht Mäuschen sein, sonst würde euch an so mancher Bergsteigung oder einer wilden Windboe die Ohren schlackern. Bestimmt es auch gut, dass es eine gewisse Sprachbarriere gibt, so dass auch die Einheimischen nicht verstehen, was ich da so laut vor mir hinsage oder fluche. Aber das gehört auch dazu.

Wettermäßig hatte ich auf deutscher Seite viel Glück und habe keinen Regen abbekommen. Dafür werde ich nun auf schwedischer Seite gut damit versorgt – obwohl ich doch gar nicht mehr wachsen kann. Hier würde ich mir wünschen, dass für den 3. Mehrtages-Abschnitt der Regen sich etwas zurückhält und somit sich noch mehr Spaß beim Radeln ergibt.

Ausblick: Nach der Ruhepause wird es dann von Mönsteras über Gunnebo, Nyköping nach Södertälje gehen. Von Södertälje mache ich dann einen Rad-Tagesausflug nach Stockholm, dem Zielpunkt der gesamten Radtour. Geplanter Ankunftstag in Stockholm am 14. Juli 2016. Die Schwedentour wird nach dem Erreichen des Ziels in Stockholm noch um eine Entspannungswoche in der Nähe der norwegischen Grenze verlängert; aber dann nicht mehr mit dem Rad.

Bis Stockholm liegen aber erst einmal noch knapp 380 km vor mir, die auch vom Höhenprofil so manch Herausforderung erwarten lässt. Insbsondere auf der Tour von Gunnebo nach Nyköping wird es bestimmt anstrengend werden.

8. Etappe Karlskrona – Karlshamn oder Und auch am Ziel wurde ich freundlich begrüßt

Auch am Ziel wurde ich heute von meinen zwei Begleitern “Herrn Regen“ und “Frau Windboe“ ganz freundlich begrüßt.

Grundsätzlich war dies heute eine sehr schöne Fahrt. Die Strecke war einfach und man hätte gut ins Rollen kommen können.

Der Regen war heute zwar sehr lästig aber kein grundsätzlicher Fahrthinderer. Nervig ist immer das Umkleiden und Einpacken der Gepäckstücke.

Ingesamt ist es blöd, wenn kein Fleck mehr so richtig trocken ist. Hier trennt sich aber die Spreu vom Weizen. Die Regenhose hält komplett dicht und somit auch warm. Das gleiche kann ich von meiner Regenjacke nicht behaupten, die sich nach gut 50 km Dauerregen als “Ein-Näser“ bewies und dich damit die Feuchtigkeit auf darunter liegenden Kleidungsschichten auswirken konnte. Aber zum Glück merkt man dies erst, wenn nan angekommen ist.

15 km vor Kalmar hatte es tatsächlich aufgehört zu Regnen. Somit konnten einige der Regensachen schon wieder abtrocknen. Aber pünktlich 1,5 km vor der Unterkunft wurde ich dann doch mit einem heftigen “Hallo“ von den oben erwähnten Herrschaften begrüßt. Deshalb sieht mein Zimmer heute wie eine Waschküche aus. Überall hängen die Sachen zum Trocknen. Übrigens das Gepäck ist trocken geblieben. Der Regenschutz funktioniert.

Der Fahrthinderer war heute der böige Gegen-Wind; vor Allem auf der zweiten Hälfte der Tour. Eine Boe hätte mich fast von der Strecke gedrückt. Dies konnte ich durch ein schnelles Manöver gerade so verhindern. Der Gegen-Wind war teilweise so stark, das Bergab-Passagen zu einem kleinen Kraftakt wurden.

Aber auch dies Prüfung hab ich gemeisert und bin dem Ziel Stockholm wieder ein Stück näher. Für die nächsten Tage, vor Allem ab Samstag wünsche ich mir doch etwas trockeneres Wetter – also keine Katzen und Hunde von oben!

Statistik: Die Strecke führte mich heute über ca. 87 km in einer Fahrzeit von 4:17 h (5:25h gesamt) von Karlskrona nach Kalmar. Diese Strecke sollte man bei schönem Wetter wiederholen!


Streckenprofil 8. Etappe:


Der Tag danach!

Der Tag nach dem Tourabschnitt, der mich bisher am Meisten gefordert hat, wird mich nach Kalmar führen. Diese Stadt liegt ca. 90 km vom Etappen-Ziel Lyckeby entfernt und und das Streckenprofil weißt nur am Anfang viele Hügel/Bergabschnitte auf. Laut Höhenprofil sind nur ca. 200 m ansteigende Höhenmeter zu erwarten.

Es regnet,…

…es regnet, die Erde wird nass. Mach mich nicht, mach mich nicht nass, mach nur die trocknen Felder und Blumen nass.

Nur kurze Pause – ich gab heut‘ noch ein Brocken vor mir und bei der Reperatur habe ich einige Zeit schon liegen lassen, ohne jetzt im Stress zu sein Aber man setzt sich ja so seine Ziele, Meilensteine, Qualität-Gates, bestimmt die Risiken und plant dafüe einen bestimmten Puffer mit ein. Und letzteres ist für heut halt schon angezapft. 😉