Ein schöner Wandertag mit Regen bis Sonnenschein (Teil 2)

Nachdem das Wetter doch gnädig war und der Tag gerade erst halb vorbei war, entschlossen wir uns nach Garmisch mit dem Auto zurück zu fahren und dort noch eine kleine Wanderung anzuschließen.

Es ist fast nicht zu glauben, aber nun sorgte die Sonne für einen wunderschönen Nachmittag – wir hätten uns die Sonne auch etwas früher verdient :-).

Garmisch: Wegweiser am Olympischen Haus
Garmisch: Wegweiser am Olympischen Haus

Die neue Tour wird direkt vom Olympischen Ski-Stadion in Garmisch an der Olympiaschanze von 1936 gestartet. Hier am Olympischen Haus haben wir das Auto für ein paar Euro stehen gelassen und haben uns wieder zu Fuß auf den Weg gemacht.

Aktuell wird aber noch das Ski-Stadion renoviert, so das noch viele Baumaschinen und Absperrungen vorhanden sind – aber es muss bis zum 31.12.2019 wieder in altem Glanz erstrahlen, da dann dann die
4-Schanzen-Tournee dort Halt macht.

Garmisch-Partenkirchen Olympiaschanze von 1936
Garmisch-Partenkirchen Olympiaschanze von 1936
Olympia-Ski-Stadion
Olympia-Ski-Stadion Garmisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbei am Ski-Stadion machen wir uns auf den Weg zur Partnach-Klamm. Klamm heißt übrigens ins Englische übersetzt „Gorge“  – dies lernt man so nebenbei, wenn mal etwas aufmerksamer die Beschilderung am Wegrand sich anschaut. Ein gut ausgebauter Asphaltweg weist uns den Weg zum Ziel, dass ungefähr 30-40 min vom Olympischen Haus entfernt liegt. Wer nicht laufen mag, der lässt sich mit einer Kutsche bis zur Klamm fahren. Aber wir wollten Wandern, aktiv sein und nicht gefahren werden. Deswegen kam für uns auch eine Kutsch-Fahrt nicht in Betracht.

Zum Einstieg in die zweite Tour des heutigen Tages stärkten wir uns erst einmal bei inzwischen herrlichsten Sonnenschein mit einem Espresso, Cappuccino oder Milchkaffee. und das hat richtig gut getan und lecker war dieser auch noch. Die Barista verstand aber auch ihr handwerk und den Umgang mit der Siebträger-Maschine. Das ist heute nicht immer der Fall.

Der Weg zur Klamm ist unspektakulär und bedarf keiner großen Erläuterung. Am Eingang der Klamm angekommen, heißt es erst einmal ein Ticket kaufen, um die Klamm besichtigen zu können. 6 € für Erwachsene bzw. als Kurgast mit Übernachtung direkt im Ort Garmisch-Partenkirchen zahlt nur 5€. Also hatte ich Glück und brauchte nur das geringere Entgelt zu zahlen.

Infotafel Partnach-Klamm
Infotafel Partnach-Klamm

Was ist nun eigentlich eine Klamm?: ein im Felsgestein eingeschnittenes, schmales Tal. Sie bezeichnet eine besonders enge Schlucht im Gebirge mit teilweise überhängenden Felswänden. Die Breite in der Höhe ist teilweise geringer als am Talgrund, der vom Fluss oder Bach ausgefüllt ist.

Für den Durchgang durch die Klamm sollte man eine Regen- oder wasserabweisende Jacke mit dabei haben – es sei den es ist so heiß, dass man sich erfrischen möchte – denn es wird rechts feucht und nass. Und wichtig man sollte keine Angst um seine Frisur haben, die könnte danach etwas gelitten haben :-). Es tröpfelt, spritzt und “regnet“ von überall – oben, seitlich und auch von unten. Die besten Ausgeh-Klamotten wären damit auch deplatziert – da es teilweise auch recht düster ist, ist dies sowieso zweitrangig.

Partnach-Klamm
Partnach-Klamm
Partnach-Klamm
Partnach-Klamm
Durch die Partnach-Klamm
Durch die Partnach-Klamm
Es regnet in der Partnach-Klamm
Es regnet in der Partnach-Klamm

Jedenfalls ist es schon faszinierend, wie sich der kleine Bach Partnach durch das Gestein “gefressen“ hat. Es ist ein wahres Naturschauspiel, welche Kraft und Energie das Wasser entwickelt. Ich kann mich an den Bildern gar nicht genug “satt sehen“. An diesem Tag war es das nächste Highlight, was sich in schönen Bildern in mein Gehirn einbrannte – Reizüberflutung mal anders und schön. Aber diese Klamm war nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Höllental-Klamm, die Teil meiner Tour am Sonntag war.

Nach der Klamm ging’s dann noch einmal bergaufwärts in Richtung der Kaiserschmarn Alm bzw. Das Graseck – nicht um dort einzukehren, sondern Zielpunkte zur Orientierung zu haben. Auch auf diesem Teilstück waren die Wege recht breit und trittsicher, ab und zu ging es ganz dann doch auch etwas steiler bergauf – mit und ohne Treppen. Aber das macht den Reiz gerade auch erst aus und Spaß machst obendrauf auch noch.

beginnende Laubfärbung
beginnende Laubfärbung
Auf der Alm
Auf der Alm
Wanderung um Garmisch
Wanderung um Garmisch
Es geht auch mal bergauf
Es geht auch mal bergauf
Blick von oben auf den Bach Partnach
Blick von oben auf den Bach Partnach
Wanderung um Garmisch
Wanderung um Garmisch
Wanderung um Garmisch
Wanderung um Garmisch

Nach gut zwei Stunden und einem sehr steilen Abstieg auf einer asphaltierten Bergstraße – vom Fahrradfahren wurde aufgrund des Gefälle explizit abgeraten – erreichten wir wieder den Parkplatz und das Ski-Stadion.

Da ich bisher noch kein wirkliches Souvenir aus Garmisch-Partenkirchen entdeckt hatte, habe ich mir an einem Prägeautomaten am Olympischen Haus eine goldfarbene Münze zur Olympiaschanze erstellt/erkauft. Die Qualität ist allerdings mangelhaft. Enttäuscht war ich auch, dass nur ein Seite ein wirkliches Motiv aufweist und die Rückseite Werbung enthält. Das kenne ich von anderen Automaten auch anders. Aber diese Münze gibt es wenigstens nur hier vor Ort und ist somit eine gute Erinnerung.

Inzwischen ganz schön hungrig von der vielen frischen Luft, von der Sonne und ein kleines Bisschen auch vom Wandern, fuhren wir mit dem Auto in die Innenstadt um einer Restaurant-Empfehlung eines anderen Kollegen zu folgen. Beim vorherigen Nachforschen über das empfohlene Lokal “Flösser Stuben“ sind wir auf unterschiedlichsten positiven als auch negativen Kritiken gestoßen – von 5 Sternebewertungen bis hin zu einem bzw. fast 0 Sternen war alles dabei. Und so recht wussten wir nicht, was uns nun erwartete. Aber wir wollten uns ein eigenes Bild machen und wurden nicht enttäuscht: Weder das Personal war unfreundlich – im Gegenteil freundlich, auf Zack und zuvorkommend, noch schmeckte das Essen fettig oder verbrannt (jedenfalls der bestellte Rostbraten schmeckte sehr gut) – alles war lecker. Das Einzige: die Portionen sind ziemlich groß. Insgesamt stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis und wir waren sehr zufrieden. Nur reservieren sollte man, denn nicht jeder hat so viel Glück, wie wir, und bekommt gleich einen Tisch. (also Wartezeit einplanen).

Nachdem Essen ging’s dann noch zu einem kleinen Bummel durch die Einkaufsstraße und Innenstadt von Garmisch. Hier habe ich mir dann auch meinen obligatorischen Kühlschrank-Magneten kurz vor 8 Uhr in einem kleinen Souvenirladen gekauft. Ja, das musste sein.

Zum Schluss des Tages wurde ich noch an mein Hotel Alpengruss zurückgebracht und wir verabredeten eine solche Tour an anderer Stelle in naher Zukunft regelmäßig zu wiederholen. In Vorfreude auf den nächsten Tag ging ich in mein im dritten Stock gelegenes Hotelzimmer und sinnierte bei einem kühlen Bierchen über die morgige Route zur Höllentalangerhütte und der Höllental-Klamm nach – bevor ich darüber eingeschlafen bin. Aber das ist eine andere Geschichte, die noch erzählt werden muss…

Hotel Alpengruss im Hintergrund
Hotel Alpengruss im Hintergrund
Hotel Alpengruss
Hotel Alpengruss

Abreisetag Asa/Kraketorp

Auch hier fängt für mich “der frühe Vogel die dicksten Kartoffeln“ – um hier zwei Sprichwörter zu vermischen. So habe ich hinten heraus noch etwas Zeit und verfalle nicht Hektik, wenn der Abfahrtszeitpunkt näher kommt (hoffentlich ;-)). Der “Check-Out“ ist für 10:00 Uhr angesetzt. Da kommt der Hauseigentümer zur Abnahme.

Das Auto ist inzwischen gepackt, mein Zimmer ist geräumt und für die von uns gebuchte Endreinigung vorbereitet.

Den hotten Sommer hat man gemerkt, da das kühle, blonde Erfrischungsgetränk gut weggegangen ist ;-), obwohl es keine Mittrinker gegeben hat.


Mein Frühstück ist heute bei mir schon durch – am Abreisetag kann es dann auch mal etwa flotter und einfacher gehen, damit nicht wieder zu viel Abwasch erzeugt und nachgeräumt werden muss. Aber das ist halt Ansichts- und Geschmackssache.

Die letzten zwei Handtücher baumeln aber noch auf der Wäscheleine – damit diese noch etwas trocknen können.

Die Sonne kommt schon wieder gut rum. Es soll ein warmer Tag werden.

Nach dem Strand in den Stadsparken

Nächster Halt ist der Stadsparken. Ein grüner Park mit vielen Attraktionen für die gesamte Familie warten hier. Historie neben Spielplatz, Nturkunde neben Ausruhmöglichkeiten.

Toll und zu empfehlen. Hier könnte man Stunden verbringen. Überall gibt es was zu entdecken.

Sandstrand an den Vättern

Gleich vom Rosarium haben wir den Sandstrand in Jonköping besucht und gleich auch uns in den Göttern erfrischt. Klares, sauberes Wasser und schönem Sandboden – das macht Spaß und die Sonne lacht uns dabei freundlich zu. Nur einzelne Wolken am Himmel – tolles Wetter

Rosalund Rosarium in Jönköping

Ein liebevoll gepflegter Park/Garten ist unser näächstes Highlight in Jönköping – und wir sind noch noch einmal richtig angekommen.

Tolle Pflannzen, Blumen und schön gelegte Sitzmöglichkeiten kann man hier finden. Bei diesem schönen Wetter hervorragend zum Entspannen.

Aber auch hier leiden die Pflanzen an der Hitze und dennoch ist meistens alles saftig grün und die Blütenpracht ist prima.

Taberg auf dem Weg nach Jönköping (Highlight)

Zunächst kommen wir am Taberg-Stoppen vorbei, der höchsten Erhebung weit und breit. 100 m höher als die anderen Berge hier. An guten Tagen hat man über 10 km Sicht – so wie heute.

Man kann das 10 km entfernt Jönköping und die beginnenden Vättern sehen.

Nächster Halt: Jena

Das Rätsel ist gelöst – es war aber auch kein wirkliches – der nächste Halt auf der Strecke Richtung Berlin ist heute Jena. Dazu hat der Bus die Autobahn bei der Abfahrt Jena-Göschwitz verlassen und fährt auch hier in Jena mit kurzem Weg, gesehen von der Autobahn,  die Fernbushaltestelle an. Diese liegt im Gewerbegebiet Jena-Göschwitz.

Ich würde sagen: weit ab vom Schuss – aber vielleicht wirkt dies auch nur so. Auf jeden Fall ist hier eine Zentrale Omnibushaltstelle und der Bahnhof von Jena-Göschwitz. Auch hier ist ein kurzer Stopp geplant. Der Busfahrer hat dieses Mal die Station auch schon früher angesagt.
Eine Menge Leute steigen hier in den Bus ein – wahrscheinlich wollen viele nach Berlin?

Ankunft in Jena-Göschwitz: 18:05 Uhr, Abfahrt: 18:14 Uhr



Jena (Bf. Göschwitz), Germany


Von den „Jenaer Bergen“ grüßt die Sonne in grellem Schein in den Bus.

Gewerbegebiet Jena-Göschwitz
Gewerbegebiet Jena-Göschwitz

Gewerbegebiet Jena-Göschwitz (aus dem Bus heraus)
Gewerbegebiet Jena-Göschwitz (aus dem Bus heraus)

Zurück auf der A4 geht es dem nächsten Zwischenziel entgegen…

Alles Gute zum Geburtstag!

Allen Geburtstagskindern des 2. September 2017 gratulieren wir ganz herzlich und wünschen für das neue Lebensjahr vor Allem immer beste Gesundheit aber auch viel Kraft den Altag zu meistern und dass immer auch etwas Zeit übrig bleibt, um das Leben in Freude mit einer Portion Glück und Leichtigkeit genießen zu können.

Aus weiter Ferne, aus Elmira (New York), grüßen wir ganz lieb. Schade, dass wir nicht gemeinsam mit dem Geburtstagskind heute feiern können.

Bis die Tage und ein schöne Geburtstagsfeier wünschen die 3 Weltenbummler!


Hell und freundlich…

Die Sonne lacht inzwischen zu uns in den Bus hinein und hat komplett die Nacht vertrieben. Das macht Laune auf mehr. Obwohl noch frühzeitig am Tag, zeigt sie und ihre Käfte und brutzelt uns schon ganz schön. So kann ein Tag beginnen.

Im Bus gibt es langsam auch wieder reges Treiben, nachdem alle mehr oder weniger aus dem Schlaf/Duseln erwachen. Dann muss ich auch nicht mehr zu leise sein.

Jetzt gegen 6:00 Uhr befinden wir uns in der Nähe von Magdeburg. Dort wird der nächste Halt sein. Gerade ist der Bus von der Autobahn A2 abgefahren.

Langsam schließt sich der Kreis zum Beginn der Tour auf dem Rad, die am 25.05.2017 begonnen hatte. Damals hatte ich in der Nähe von Ziesar den ersten Übernachtungs-Halt eingelegt. 

3. Strecke: Halle – Erfurt

Etwas gehandicapt, geht’s heute auf den Zwischentrack zum Bergfest nach Erfurt. Ca. 105 km schöne und teilweise hügelige Kilometer warten darauf, erfahren zu werden.

Die Sonne “brennt“ schon heute morgen. Das kann ein Problem werden. D.h, genügend Getränke einpacken und noch mehr Sonnenschutz auftragen. Von letzterem hatte ich wohl gestern nicht genügend aufgetragen, so dass Arme und Oberschenkel eine “schöne“ rötliche Färbung aufweisen – Sonnenbrand! Und der zippelt und ziept ganz schön.

Erfurt,Germany

Guten Morgen!

Zunächst gehen heut‘ besondere Grüße und ganz liebe Wünsche zum Vater- und Männertag an die für mich besten Papas der Welt, nämlich meinen Papa und meinen Bruder! Also “Jungs“ lasst es Euch jut gehen, lasst Euch von allen verwöhnen und macht Euch einen wunderschönen Tag! Das sollte bei den Aussichten: strahlende Sonne und blauer Himmel ganz leicht fallen!

Natürlich sind auch alle anderen Väter und Männer gegrüßt! Die Sonne lacht heute nur für Euch – das ist Quatsch ;-).

Aber ich finde, es braucht eigentlich keine besonderen Tage für Männer, Väter, Mütter, Frauen, Kinder, usw. Jeder verdient den Respekt und die Anerkennnung zu jeder Zeit und ein liebes Wort macht den Tag für jeden etwas schöner! Aber wenn wir die schon haben, nutzen wir die natürlich, um einen kleinen Extra- Dank auszusprechen!

Nicht kleckern, klotzen
Nicht kleckern, klotzen

Grillen + Autodach-Reinigungsanlage?

Der volle Erfolg der Sälen-Tour spiegelte sich nun im abendlichen Programm wieder. Denn wir hatten uns in Sälen mit einem Einwege-Grill, etwas totem Fleisch und Kartoffelsalat eingedeckt.

Heute habe ich The Transporter die Zubereitung der Speisen überlassen, während ich angefangen habe, meine schon besonders duftende Alt-Wäsche der Rad-Tour einer Runderneuerung, d.h. Hand-Wäsche, zuzuführen.

Der Einmal-Grill verbunden mit importierter Holzkohle brannte wie Zunder und lies sich gut bedienen.

So dass beide Aktivitäten, Grillen und Wäsche, ziemlich erfolgreich und zeitgleich abgeschlossen und nach getaner Arbeit gleich das wohlschmeckende Abendessen angeknüpft werden konnte.

Obwohl sich das Aufhängen der Wäsche zunächst als kleines Problem darstellte. Ich wollte ja keine gewaschenen Sachen mit Kohlenstaub und Grillgeruch. Aber Mutter Natur hat uns entsprechenden Platz durch zwei Bäume in der Auffahrt zum Häuschen zur Verfügung gestellt und damit war das Thema gelöst. Leine und Klammern, die sonst immer zu unseren Reiseutensilien gehört haben, mussten in Sälen erst beschafft werden.

Von weitem könnte man glauben, die aufgehängte Wäsche ist nicht zum Trocknen aufgehängt, sondern soll der noch nicht durchgeführten Reinigung des Autodaches dienen, wenn man später darunter durchfahren würde. Aber dies würde ich nur als Zweit-Option sehen 😉 .

Wäsche
Wäsche

Grillen und Wäsche
Grillen und Wäsche

The Transporter hat leckeres und heißes Grillgut auf dem Kleingrill gezaubert und auf den Tisch gebracht. Das Fleisch war 1a gebraten und die schwedischen Grill-Korv waren auch lecker aber für einen Thüringer, wie immer, eine kleine Geschmacks-herausforderung.

Aber andere Länder, andere Sitten, anderes Essen! Der gekaufte “Potatis-sallad med creme fraiche“ war auch sehr erfrischend und erstaunlich lecker – nicht so säuerlich, wie so mancher bei uns. Später haben wir noch festgestellt, dass dieser Salat tatsächlich in Tyskland für den Supermarkt hergestellt wird, in dem dieser gekauft wurde. Also von wegen schwedischer Kartoffelsalat.

Grillen
Grillen

Und ab sofort lass ich die Ausrede: “… ich kann nicht grillen … “ nicht mehr gelten, wie man am Ergebnis heute gesehen hat.

Nach den recht nass-feuchten und kühlen Bedingungen des letzten Abends haben wir heute der Entstehung ganz kleiner Mücken+Schwärme direkt zuschauen können. Und auch die können einen schon ganz schön ärgern. Ohne entsprechenden Schutz war ein Aufenthalt in der abendlichen Luft zwar möglich, aber nicht so angenehm. Aber dem Mückenmittel sei dank – keine Probleme. Als Abschreckung habe ich die gewaschenen Sachen einfach draußen auf der Leine über Nacht hängen lassen. Ein Elch wird diese nicht gerade abfressen, ein vorbeikommender Wanderer einfach einstecken oder gar sich an der Leine weh tuen.

Ein Blick in den früh-nächtlichen Himmel bescherte uns dann noch folgende beeindruckende Sicht – leider steht unser Haus noch etwas zu tief, so dass nicht das ganze Schauspiel sichtbar war:

Lekåsen - Blick aus dem Fenster (22:30 Uhr)
Lekåsen – Blick aus dem Fenster (22:30 Uhr)

Gast-Beitrag: The Transporter und die Unterkünfte

Heute mal ein paar Zeilen vom „The Transporter“ (nachdem ich ja schon mehrmals zu angeregt wurde). Ich habe ja nun deutlich weniger Unterkünfte zu bereisen als der Radfahrer, der ja fast täglich wechselt. In der Vergangenheit war die Suche der Unterkunft meist wie eine kleine Schnitzeljagt: Biege an der einen Kreuzung links ab, an den Briefkästen rechts und am gelben Balkon das dritte Haus oder so. Umso mehr war ich bei der Vorbereitung froh, als ich GPS Koordinaten und QR Codes fand, die ich auch gleich in die Navis einprogrammierte.
Bei der ersten Unterkunft in Lövö (Mönsteras) sollte die Schlüsselübergabe woanders erfolgen, wo jedoch niemand zu finden war. Ich umkreiste noch das Gebäude, das mit den GPS Koordinaten angegeben war. Ohne Erfolg. Also den Hauskoordinaten gefolgt, wo ich auf einer Wiese ankam. Ringsrum nur Bäume, Felder und Schafe aber kein Haus. Noch die umliegenden Feldwege abgefahren aber leider nix zu finden.

Also wieder zurück gefahren und mich doch auf die Schnitzeljagt begeben. Nach einigen Kreuzungen, Schildern und Abzweigungen fand ich dann doch das richtige Haus. Soviel zu den GPS Koordinaten.

Nun ging es gestern am Samstag zur nächsten Unterkunft nach Husby Säteri. Vorweg wurde uns mitgeteilt, dass hier am Abend eine Hochzeit statt findet und deshalb das Restaurant nicht genutzt werden kann. Als ich mich dem Standort näherte fiel mir nicht nur die gute Beschilderung auf sondern auch, dass ich quasi schon in einer Kolonne von Hochzeitsgästen unterwegs war. Da der hauseigene Parkplatz somit schon besetzt war, wurde man auf ein Feld gelotst, das noch etwas vor dem Gelände lag. Gut, dass ich genug Bodenfreiheit habe, sonst hätte ich gleich das Feld umgepflügt.

Als ich dann den „Berg“ zum Castle Husby Säteri hinauf blickte, stellte ich nicht nur fest, das ich underdressed war sondern auch, dass ich vielleicht schon einen Koffer mitnehmen könnte, um einen Weg zu sparen, da es doch einige Meter waren. Irgendwie waren meine Rollen am Koffer mit dem Feld und dem Schotter nicht kompatibel. Also hies es in der Sonne bergauf Schleppen. Endlich an der Rezeption angekommen, teilte man mir mit, dass die Unterkunft in einem Nebengebäude seitlich vom Hauptgebäude ist. Also wieder runterschleppen. Die Sonne war unerbittlich und ich freute mich immer mehr auf die Dusche. Am richtigen Gebäude angekommen stellte ich dann fest, dass die Eingangstür sich nicht öffnen lies. War es doch das falsche Gebäude? Also zum nächsten weiter, wo die Tür sich öffnete aber die Zimmernummer nicht zu finden war. Es war also doch das richtige Gebäude zuvor. Den Koffer lies ich nun am Gebäude zurück und ging zurück hoch zur Rezeption.

Ein Techniker folgte mir nun, steckte die Karte ins Lesegerät und die Tür öffnete sich spontan – Murphy ist überall 🙂 Natürlich kann man auch das Auto direkt vor dem Gebäude abstellen und ich habe den Koffer also völlig umsonst durch die Gegend geschleppt. Also noch den Wagen umgeparkt und da ich eh schon durchgeschwitzt war gleich noch das Restgepäck auch vom Radfahrer aufs Zimmer gebracht.

Dieses ist schlicht ausgestattet und spiegelt zwar nicht unbedingt den Charme eines „Castle“ wieder aber sonst ist fast alles da, was man braucht.

Nachdem ich mich erst mal frisch gemacht habe, bin ich dann noch kurz nach Söderköping rein gefahren und habe mich in der Stadt etwas umgesehen. Denke hier kann man dann mit dem Radfahrer auch irgendwo was Essen gehen.

Wieder zurück schaute ich übers Tablet noch Fernsehen. Hin und wieder hörte man noch etwas von der Hochzeitsfeier, was aber im Rahmen war.

Heute Morgen ging es dann zum Frühstück ins Hautpgebäude. Gegen 9 Uhr war ich fast alleine. Vermutlich ging die Feier doch länger ;-). Die Bedienung stellte noch einiges auf das Buffet und war auch noch nicht ganz fertig. Die Räume im Hauptgebäude sind doch etwas schicker und prunkvoller. Warum stehen beim Kaffee jedoch nur Plastikbecher? Das passt nicht denke ich noch aber egal – Hauptsache Kaffee.

Als ich so dasaß, sprach mich dann die eine Bedienung an und wir kamen etwas ins Gespräch. Da ihr Vater aus Deutschland kam, sprach sie besser Deutsch als Englisch. Sie teilte mir auch mit dass die Sammlung älterer Tassen und Untertassen keine Deko war sondern zum benutzen gedacht war. Braucht man also doch keinen Plastikbecher nehmen. Mit der Zeit füllten sich auch die Räume mit den Gästen.

Zurück wieder im Zimmer kann ich etwas die Klamotten ordnen und die paar Zeilen hier schreiben. Denke wenn der Rafahrer die Hügel hier erklommen und sich frisch gemacht hat, werden wir noch in die Stadt Söderköping fahren.